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Hannelore Kraft 2012 SPD

© Tim Reckmann / CC BY-SA 3.0 DE

12.08.2016

SPD Kraft will Olympische Spiele nach Deutschland holen

„Das ist schon ein großer Traum.“

Köln – Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will eine mögliche Olympia-Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen unterstützen: „Wenn es beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Bereitschaft gibt, sich von Gigantomanie abzuwenden und bescheidenere Spiele zuzulassen, dann könnte ich mir eine NRW-Bewerbung gut vorstellen“, sagte Kraft dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe).

„Das ist schon ein großer Traum. Ich würde mich über nichts mehr freuen, als Olympische Spiele in NRW“, so die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Ein Pluspunkt der Region könnte sein, dass nur wenige Sportstätten komplett neu gebaut werden müssten.

Man werde das Thema nun im Landtag diskutieren, betonte die Ministerpräsidentin. „Ein Olympia, das zu NRW passen würde, wäre ein bürgernahes, bodenständiges, ökologisches Olympia – von Köln bis zum Ruhrgebiet“, so Kraft. Zuvor müsse es aber gelingen, die Bürger für den Plan zu gewinnen. Die Olympia-Begeisterung in Deutschland sei in den vergangenen Monaten sicher nicht gestiegen, „was auch an dem für mich nicht mehr nachvollziehbaren Vorgehen des IOC in der Doping-Affäre liegt“, sagte Kraft.

Zuletzt hatte es in NRW von unterschiedlichen Stellen Zuspruch für die Idee gegeben. Unter anderem zeigte CDU-Chef Armin Laschet Sympathie für eine Bewerbung. Den Auftakt hatte der Kölner Sportmanager Michael Mronz gemacht. Der Mann des verstorbenen früheren FDP-Chefs Guido Westerwelle hatte eine gemeinsame Bewerbung der Metropolregion Rhein-Ruhr für die Spiele im Jahr 2028 vorgeschlagen.

Auch die Führungsspitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) arbeitet an einer Neuauflage. DOSB-Chef Alfons Hörmann und Generalsekretär Michael Vesper geben in einem internen Strategiepapier Olympische Spiele in Deutschland als „grundsätzliche Zielvorstellung“ aus. Konkrete Überlegungen gebe es aber noch nicht, heißt es beim DOSB.

Nordrhein-Westfalen scheiterte schon einmal mit einer Olympia-Bewerbung: Gemeinsam mit dem Ruhrgebiet war die Landeshauptstadt Düsseldorf als Kandidat für die Spiele 2012 an den Start gegangen, unterlag aber im nationalen Entscheid dem Konkurrenten aus Leipzig. Am Ende sicherte sich London das Großereignis, die Sachsen blieben chancenlos. Das Land NRW hatte fast fünf Millionen Euro in die erfolglose Kampagne gesteckt.

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