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Andrea Nahles
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Interview SPD-Generalsekretärin Nahles kauft nicht bei Aldi ein

Dabei gehe es bei ihr nicht um einen Boykott von Aldi.

Berlin – SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kauft in der Regel nicht bei Aldi ein. Das sagte sie in einem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“. „Es liegt keine Filiale auf meiner Strecke und das Sortiment gefällt mir nicht so, dass ich dafür Umwege mache“, sagte sie.

Dabei gehe es bei ihr nicht um einen Boykott von Aldi wegen des Umgangs des Discounters mit seinen Mitarbeitern. Trotzdem müsse man darauf reagieren. „Erstens sollte Aldi wissen, dass ein gutes Betriebsklima die Voraussetzung für Ansehen und dauerhaften Erfolg eines Unternehmens ist. Zweitens müssen politisch Rahmen gesetzt werden. Wir brauchen endlich ein wirksames eigenes Gesetz zum Beschäftigtendatenschutz und Regelungen, die den Missbrauch von Teilzeit- und Mini-Jobs zur Aufsplitterung von Vollzeitarbeitsplätzen einschränken“.

Nahles, die zwei Monate nach der Geburt ihres Kindes in den Job zurückkehrte, sagte der „Welt am Sonntag“, sie habe den Eindruck, stärker als früher beobachtet zu werden. „Was mich dabei ärgert, ist diese Erwartung, dass man immer diese Megapräsenz in allen Lebenslagen zu 100 Prozent haben muss. Das können doch nur Männer machen, die entweder keine Kinder haben oder sich nicht um die Kinder kümmern. Die setzen den Maßstab und Abweichungen sind schlecht“, sagte die Generalsekretärin. „Da halte ich gegen. Denn eine wirklich familienfreundliche Gesellschaft, die doch angeblich alle wollen, kann man nur erreichen, wenn man Familien auch mal Auszeit gönnt“.

Auch in ihrer Partei sieht Nahles noch Nachholbedarf, was das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern angeht. „In der SPD ist das Problem, dass viele sich darauf ausruhen, dass die Partei die richtige Beschlusslage bei dem Thema hat. Wir sind gegen das Betreuungsgeld und für eine 40-prozentige Frauenquote in Aufsichtsräten – das ist aber eben noch nicht genug“, so Nahles.

06.05.2012 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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