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Sigmar Gabriel

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27.07.2013

SPD-Chef Gabriel Forderung nach Rente mit 67 für alle ist zynisch

Vorstoß Ausnahmen restlos abzuschaffen ist realitätsfern.

Berlin – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat den Vorstoß der Arbeitgeberverbände, bei der Rente mit 67 Ausnahmen restlos abzuschaffen, als realitätsfern und zynisch zurückgewiesen. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte Gabriel: „Diese Sprüche zeigen ungeheure Ahnungslosigkeit und auch Arroganz gegenüber der Arbeitsleistung von Tausenden Beschäftigten.“

Der SPD- Parteivorsitzende forderte die Verantwortlichen in den Arbeitgeberverbänden auf, „wenigstens einmal in ihrem Leben im Krankenhaus, als Fliesenleger oder an der Kasse am Supermarkt richtig zu arbeiten.“ So bekämen sie einen Einblick in die Arbeitsbedingungen der Menschen, über die sie ahnungslos „daher schwadronierten.“

Nur ein ganz kleiner Teil in diesen Berufen schaffe es überhaupt, bis zum Alter von 65 zu arbeiten. Ihnen drohten bei einer generellen Verlängerung der Lebensarbeitszeit Kürzungen von Renten, „die schon heute so niedrig sind, dass sich wohlhabende Präsidenten von Arbeitgeberverbänden das kaum vorstellen können.“

Die SPD halte deshalb daran fest, dass es nach 45 Versicherungsjahren – inklusive Ausbildung und Zeiten der Kindererziehung – möglich sein müsse, mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Damit sei für die Mehrzahl der Problemfälle eine Lösung gefunden. Die Kosten seien überschaubar, wenn man auf Wahlgeschenke verzichte.

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