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Doppelt so schnell wie die Polizei erlaubt

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28.02.2013

Karim Benzema Doppelt so schnell wie die Polizei erlaubt

Reals Stürmerstar Karim Benzema bretterte in Radarfalle.

Madrid – In Frankreich war Karim Benzema 2011 und 2012 Fußballer des Jahres. In Spanien könnte er einer der Raser des Jahres 2013 werden. Der Stürmerstar von Real Madrid ist auf der Madrider Stadtautobahn mit 216 Stundenkilometern geblitzt worden. Sein Pech: Auf der M-40 gilt an dieser Stelle Tempo 100. Zugelassen ist der Audi auf den Fußball-Club. Ob es sich um ein Wettrennen handelte?

Denn neben Benzema fuhr in jener Nacht auch ein Porsche. Der wurde ebenfalls geblitzt – mit sogar 256 Stundenkilometern. Auch dieser Wagen ist auf Real Madrid zugelassen. Bisher hat der Club aber den Namen des Fahrers allerdings noch nicht preisgegeben.

Auf weiten Strecken des Autobahnrings, der die Hauptstadt umschließt, darf sogar nur 80 Stundenkilometer gefahren werden. Nur kurz vor der Abfahrt zu Benzemas Haus im Vorort Pozuelo, wo ihn die Radarfalle erwischte, sind wieder 100 erlaubt.

Beträchtliche Geldstrafe möglich

Ob die 20 Kilometer Unterschied zu seinen Gunsten viel bewirken, ist freilich die Frage. So oder so droht Benzema der Verlust des Führerscheins für mindestens ein Jahr sowie eine beträchtliche Geldstrafe. Die würde der Stürmer, der 2009 für 35 Millionen Euro von Olympique Lyon zu Real Madrid wechselte, allerdings verschmerzen können. Möglich ist bei einer Verurteilung wegen Verkehrsgefährdung allerdings auch eine sechsmonatige Haftstrafe.

Ohnehin sind spanische Straßen für Fußballgötter offenbar ein Unglückspflaster. Der Deutsche Michael Ballack musste erst im November 6750 Euro bezahlen und erhielt ein anderthalbjähriges Fahrverbot für Spanien, weil er ebenfalls zu schnell unterwegs gewesen war. Er hatte nahe der südspanischen Kleinstadt Trujillo die erlaubten 120 Stundenkilometern deutlich überschritten. Die Radarmessung hatte 211 Stundenkilometer festgehalten.

Den algerienstämmigen Franzosen Benzema könnte es härter treffen. Denn seit er in Madrid spielt, hatte der französische Nationalspieler schon drei weitere Verkehrsdelikte begangen. Nur fünf Monate nach seinem Vertragsbeginn bei Real Madrid setzte er einen Audi Q 7 an den Zaun der Siedlung, wo er wohnt. In den Weihnachtsferien verursachte er auf der französischen Insel Réunion im Indischen Ozean mit einem Porsche einen schweren Verkehrsunfall. Den gegnerischen Lamborghini zerlegt er dabei fast völlig. Und im Juni 2011 musste er auf Ibiza wegen „gefährlichen Fahrens“ eine Geldstrafe von 250 Euro an die örtliche Polizei bezahlen.

Gerichtstermin fiel aus wegen Halbfinale in Barcelona

Der Zwischenfall ereignete sich schon in der Nacht des 3. Februar. Die Polizisten, die die mobile Radarfalle bedienten, stoppten Benzemas Audi jedoch nicht. Sie ermittelten den Fahrzeughalter erst später anhand des Nummernschildes.

Eigentlich sollte der 26-jährige Benzema schon am Dienstag in Madrid vor Gericht erscheinen. Er wurde allerdings beurlaubt, um mit Real Madrid zum Halbfinale des Königscups, der Copa del Rey, nach Barcelona fahren zu können. Madrid schlug dort Barcelona mit 3:1 Toren. Nun hoffen alle Freunde von Benzema, dass der Verkehrsrichter kein Barça-Fan ist.

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