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Sorge um Münchner Elefantenbaby Lola

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18.01.2012

Zoo Sorge um Münchner Elefantenbaby Lola

Drei Monate altes Tier leidet an angeborenem Herzfehler – Zoo erwägt Operation des Elefantenmädchens.

München – Eineinhalb Jahre nach dem plötzlichen Tod des Elefantenmädchens Jamuna Toni bangt der Münchner Tierpark Hellabrunn erneut um das Leben eines Elefantenbabys. Das knapp drei Monate alte Tier Lola habe einen angeborenen Herzfehler, teilte der Zoo am Mittwoch in München mit. Die “traurige Diagnose” stehe nach wochenlangen Untersuchungen durch Spezialisten fest. Aufgrund des Herzdefektes habe sich bereits ein Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof gebildet.

Die Erkrankung ist dem Tierpark zufolge lebensgefährlich – und stellt die Mediziner vor eine Herausforderung. Während beim Menschen ein operativer Eingriff erfolgen würde, sei bei Elefanten eine Therapie bisher nicht bekannt.

Dennoch schließt der Zoo eine Operation nicht aus. “Wenn eine sicherlich schwierige Operation nach Ansicht der Spezialisten die einzige Hoffnung ist, dann werden wir, um Lolas Leben zu retten, auch einen chirurgischen Eingriff wagen”, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem. “Wir haben Lola so sehr in unsere Herzen geschlossen.”

Das Elefantenbaby hatte Ende Dezember die ersten Symptome gezeigt. Zunächst glaubten die Hellabrunner Tiermediziner, Lola habe nur eine Erkältung. Doch trotz Antibiotika verschwanden die Symptome nicht. Die zierliche Lola war kurzatmig, wirkte müde und unvital.

Danach musste das Tier zahlreiche Untersuchungen über sich ergeben lassen. Das Elefantenbaby trank den Angaben zufolge nur noch Wasser. Elefantenmutter Panang (22) musste gemolken werden, Lola wurde mit Hilfe eines Messbechers mit der Muttermilch gefüttert.

Am Mittwoch schließlich wurde das Herz des Elefantenbabys per Ultraschall untersucht. Neben den drei Hellabrunner Tierärzten wurden Spezialisten aus der Tiermedizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Humanmediziner aus den Bereichen Kardiologie und Herzchirurgie der Universitätsklinik Großhadern hinzugezogen. Diese Untersuchung habe nun den Verdacht bestätigt.

Erst im Juni 2010 hatte der Tierpark Hellabrunn den Tod ein Elefantenbabys zu betrauern. Damals mussten die Mediziner die sechs Monate alte Jamuna Toni einschläfern, nachdem sich ihr Gesundheitszustand plötzlich dramatisch verschlechtert hatte. Bei der Obduktion wurden zahlreiche Knochenbrüche festgestellt. Die Mediziner vermuteten eine stoffwechselbedingte Knochenerkrankung.

Weitere Informationen über den Gesundheitszustand von Lola will der Tierpark Hellabrunn in einem Pressegespräch am Donnerstag bekannt geben.

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