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Solo für Rostocker Kommissar Bukow

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16.02.2012

"Polizeiruf 110" Solo für Rostocker Kommissar Bukow

Seine Kollegin wird im “Polizeiruf 110″ bei Schießerei mit Gangstern schwer verletzt.

Berlin – Seit zwei Jahren ermitteln Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner als Profilerin Katrin König und Hauptkommissar Alexander Bukow Seite an Seite im Rostocker “Polizeiruf 110″. Inzwischen haben sie sich richtig gut eingespielt – sogar so gut, dass sie aktuell für den Grimme-Preis nominiert sind, der am 23. März verliehen wird. In ihrem fünften Fall, den es am Sonntag (19. Februar) um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen gibt, werden die beiden nun allerdings voneinander getrennt. Zumindest eine Folge lang.

Nach dem brutalen Überfall auf einen Gefangenentransport der JVA Waldeck fahren König und Bukow als Erstermittler zum Tatort. Der Gefangene Kevin Schulz, ein junger Mann, der in wenigen Wochen entlassen werden sollte, ist aus dem Fahrzeug gezerrt und ermordet worden. Die beiden Polizisten ahnen nicht, dass sich die Täter noch in der Nähe befinden, als sie die Leiche entdecken.

Und so geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem König so schwer verletzt wird, dass sie im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt werden muss. Bukow bleibt daraufhin nichts anderes übrig als allein in dem Fall weiter zu ermitteln. Mit Wut im Bauch und Schuldgefühlen im Hinterkopf kommt er dabei einem Komplott auf die Schliche, in den mehr Menschen verwickelt sind, als er ahnt.

Schuldgefühle und Gewissensbisse

Der neueste “Polizeiruf 110″ aus Rostock handelt von Schuldgefühlen, Gewissensbissen und später Reue – und das auf mehreren Ebenen. Die Polizisten bekommen es diesmal mit einem Mordfall zu tun, in dem ein junger Mann sterben musste, weil er seine ehemaligen Komplizen offenbar verpfeifen wollte.

Gleichzeitig wird dem Publikum ein Ermittler präsentiert, der selbst von Schuldgefühlen zerfressen wird. Bukow fühlt sich dafür schuldig, dass er seine eigene Familie wegen seines Berufes immer wieder vernachlässigen muss. Darüber hinaus fühlt er sich dafür mitverantwortlich, dass seine Kollegin im Koma liegt. Sein untrüglicher Instinkt hätte ihm eigentlich verraten müssen, dass am Tatort etwas faul war. So aber überließ er König völlig ungeschützt ihrem Schicksal.

Charly Hübner vollführt in seiner Rolle dabei eine wahre Glanzleistung. Seinem Hauptkommissar ist nicht nur das schlechtes Gewissen anzumerken, es wird auch deutlich, wie die Ermittlungen durch seine Gewissensbisse belastet werden. Ein ums andere Mal droht Bukow zu explodieren und auf mögliche Täter verbal und körperlich unkontrolliert einzuprügeln. “Immer müssen wir Beweise liefern. Beweise, Beweise, Beweise. Das kotzt mich an”, hadert er dabei ziemlich harsch mit seiner Funktion als gesetzestreuer Polizist. Und von den Verdächtigen wird er ein ums andere Mal dramatisch herausgefordert. Zugleich zeigt er aber auch eine ungewohnt weiche Seite, indem er sich rührend um seine verletzte Kollegin kümmert.

Das Spiel mit den Gewissensbissen und dem klassischen Rollenbild von Gut und Böse sind die Stärken dieser Episode. Nur schade, dass Anneke Kim Sarnau in dem im Mai 2011 gedrehten TV-Krimi nur so selten zu sehen ist. Doch das hatte einen guten Grund: “Ich war schwanger und konnte ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr arbeiten”, erklärt die Schauspielerin. Seit dem 21. Juni 2011 ist Sarnau Mutter eines Jungen. Einem Comeback an Hübners Seite steht somit nichts mehr im Weg. Ausgezeichnet!

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