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Solbakken setzt auf Podolskis Hilfe

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02.03.2012

1. FC Köln Solbakken setzt auf Podolskis Hilfe

Kölns Trainer unter Druck – Auto von Ehefrau gestohlen – Wenger lacht über Poldi-Meldung.

Köln – In Köln ist noch alles an seinem Platz. Der Dom, Weltkulturerbe und das Wahrzeichen der Stadt, steht in voller Pracht im Zentrum, der 1. FC Köln ist immer noch in der Fußball-Bundesliga und Lukas Podolski immer noch Angestellter des Vereins. Die Nachricht unter der Woche von einem möglichen Abschied des Nationalstürmers im Sommer und einem Wechsel zum FC Arsenal schien einem schweren Erdbeben gleich. Die Realität sieht anders aus, alles war wie immer im frühlingshaften Dunst über dem Geißbockheim.

Auch der Druck auf Trainer Stale Solbakken ist beständig, ein Sieg im Gastspiel am Sonntag bei 1899 Hoffenheim (17.30 Uhr) würde helfen. Nur in der kleinen Familienwelt stand beim Norweger am frühen Morgen nicht mehr alles an seinem Platz. Als seine Ehefrau Anneken die Kinder zur Schule bringen wollte, war das Fahrzeug der Gattin nicht mehr da. Der Diebstahl ist aber das kleinste Problem dieser Tage.

Wenger empfiehlt bessere Recherche

Auch zwei Tage vor dem Spiel wurde der stets gut gelaunte Solbakken mit dem Thema Podolski konfrontiert. Und er nahm dazu, wenn auch mit ein wenig Müdigkeit in den Augen, geduldig Stellung. „Ich habe nochmal mit Lukas gesprochen. Er ist klar für das Spiel in Hoffenheim“, sagte er und erwiderte auf die Frage, ob er sich eine Kölner Mannschaft ohne Podolski vorstellen könne stoisch: „Am Sonntag spielen wir mit Podolski, und da bin ich auch froh drüber.“ Der Norweger wiederholte dann seine mehrmals getätigte Aussage, dass der Nationalstürmer „in jeder Mannschaft der Welt spielen mit seinem linken Fuß und seinen Qualitäten“.

Auf die scheint man in London aber keinen gesteigerten Wert zu legen. Arsenals Teammanager Arsene Wenger lachte auf der Pressekonferenz seines Klubs vor dem Spiel gegen den FC Liverpool laut auf, als er mit den Berichten aus Deutschland hörte. Die Journalisten, sagte er, sollten doch ihre Quellen ein wenig sorgfältiger prüfen. Darf man dem Elsässer, der in Per Mertesacker vor der Saison einen deutschen Nationalspieler verpflichtet hat, glauben, dann ist an der ganzen Sache nichts dran. Schon gar nichts an einer Einigung zwischen Podolski und Wenger persönlich.

Sechs Niederlagen in sieben Spielen für Köln

Ob Wahrheit und Fiktion tatsächlich so weit auseinanderliegen, kann man ohnehin nicht sagen. Ein Abschied von Podolski im Sommer, ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages, ist unabhängig von Arsenal und Wenger angesichts der sportlichen Situation wahrscheinlicher als eine Verlängerung des Vertrages. Das haben die Verantwortlichen wohl auch abgespeichert. Am Wochenende wird vielmehr die Person Solbakken im Mittelpunkt stehen. Nur einen Sieg konnte man im neuen Jahr feiern, sechs der insgesamt letzten sieben Spiele wurden verloren. Da hofft auch ein Trainer insgeheim, dass Podolski die beste Saison in seiner Karriere in Hoffenheim fortsetzt und seinen 15 Treffern ein paar weitere hinzufügt.

„Klar geht es auch um die Trainer-Frage. Aber ich habe immer mein Bestes gegeben. Und ich glaube nicht, dass es ein anderer Bundesliga-Trainer hätte besser machen können mit all den Verletzungsproblemen“, sagte Solbakken, dem in Hoffenheim Torjäger Milivoje Novakovic (Hüftverletzung), Abwehrspieler Ammar Jemal (Muskelfaseriss) und der gelbgesperrte Sascha Riether fehlen. Wieder im Kader ist hingegen immerhin Innenverteidiger Pedro Geromel.

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