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Solaranlagenhersteller Conergy noch schwächer als erwartet

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25.01.2012

Unternehmen Solaranlagenhersteller Conergy noch schwächer als erwartet

Einstiger Börsenstar meldet Verluste von bis zu 85 Millionen Euro – Umsatz fällt weiter.

Hamburg – Der Solaranlagenhersteller Conergy kommt nicht aus den roten Zahlen. Der Konzern fuhr 2011 einen höher als erwarteten Verlust von bis zu 85 Millionen Euro vor Steuern und Abschreibungen ein, wie ein Sprecher am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Conergy hatte selbst mit einem Verlust von nur 50 Millionen Euro gerechnet. Das Unternehmen wurde im vergangenen Jahr von den Aktionären knapp vor dem Untergang gerettet.

Der Umsatz des einstigen Börsenstars fiel trotz des Booms bei der Installation von Solardächern um fast 20 Prozent auf 755 Millionen Euro. Der neue Vorstandsvorsitzende Philip Comberg begründete die schwachen Zahlen mit dem Preisverfall bei Solarmodulen von 40 Prozent und Schließungskosten für die Produktion von Solarzellen im Werk im brandenburgischen Frankfurt (Oder). Außerdem wurden Lagerbestände zu niedriger als erhofften Preisen verkauft.

Für 2012 kündigte Conergy einen weiter sinkenden Umsatz, aber schwarze Zahlen an. Erleichterung könnte der geplante Verkauf der Elektronik-Sparte an Bosch bringen, der 2012 abgeschlossen werden soll.

Conergy macht seit 2007 wegen Missmanagements hohe Verluste. Im Februar 2011 hatten die Conergy-Aktionäre einem Rettungsplan zugestimmt, der sie viel Geld kostete.

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