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Hueseyin-Avni-Karslioglu

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

20.11.2015

Türkischer Botschafter zu IS-Terroristen „Sie kommen als Touristen“

„Dann tauchen sie unter und schließen sich den Terroristen an.“

Berlin – Die Türkei hat die westlichen Staaten zu einer besseren Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS-Terror aufgerufen. Der Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, sagte am Donnerstag dem rbb-Inforadio, sein Land tue sein Bestes und bekämpfe diese Leute am „kräftigsten“. Dabei sei es nicht leicht, eine 2000 Kilometer lange Grenze zu Syrien und dem Irak zu schützen.

„Wir haben die Europäer gefragt, gebt uns die Liste von diesen Terroristen, die in die Türkei einreisen konnten.“ Doch das sei unter anderem aus Datenschutzgründen nicht passiert.

„Sie kommen als Touristen, mit ihren Badeanzügen, mit ihren Schnorcheln, machen eine Woche Urlaub, irgendwo an der Küste. Dann tauchen sie unter und schließen sich den Terroristen an.“

„Hätten wir das gewusst, dann könnten wir sie bekämpfen. Wir tun unser Bestes, diese Leute zu fangen. Wir haben über 2.000 dieser Leute ausgewiesen, nicht in die Türkei reingelassen. Wir haben eine Liste von 12.000 Leuten, die nicht in die Türkei einreisen dürfen. Und wir haben auch die westlichen Sicherheitskräfte darüber benachrichtigt. Das haben wir den Engländern gesagt, das haben wir den Franzosen gesagt, das haben wir auch den Deutschen gesagt.“

Zugleich warnte der Botschafter davor, im Kampf gegen die Terroristen ganze Dörfer oder Städte zu bombardieren. Das würde die Menschen nur weiter radikalisieren. Deshalb setze die Türkei auf „präzise“ Schläge.

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