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08.12.2009

Sicherheitsbedenken führen oft zu verspäteten Software-Updates

Ratingen (pressebox) – Wie genau nehmen es europäische Unternehmen mit der Aktualisierung ihrer Computerprogramme? Eine aktuelle Studie zeigt: Sicherheitsbedenken halten viele Unternehmen davon ab, wichtige Software-Updates durchzuführen. Fast jeder vierte Befragte (22 Prozent) der an der Umfrage beteiligten deutschen IT-Entscheidungsträger gab an, dass er aus Angst vor Hacker-Angriffen auf die neusten Software-Versionen verzichte. Ein weiteres Studienergebnis: Deutsche Geschäftsleute erweitern eher ihr Fernsehprogramm (49 Prozent), aktualisieren ihr Mobiltelefon (41 Prozent) oder führen ein Flug-Upgrade durch, als ihre geschäftliche Desktop-Software auf den neusten Stand zu bringen.

1.400 IT-Entscheidungsträger aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien nahmen an der Umfrage teil. Sie begründen ihr Handeln und ihre Verunsicherung vor allem mit der Medienberichterstattung über die Einführungen neuer Software. So gaben mehr als zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) an, dass negative Presseberichte sie in ihrer Entscheidung ein Update durchzuführen, beeinflusst hätten. In Deutschland waren mit 65 Prozent im internationalen Vergleich die meisten Studienteilnehmer dieser Ansicht.

Obwohl sich alle europäischen Unternehmen beim Thema Desktop Software Upgrade zurückhaltend zeigten, hat dies sehr unterschiedliche Gründe. 34 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass sie ihre Computerprogramme aktualisieren würden, wenn sie dadurch nicht zusätzlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt wären oder dies zu Schwierigkeiten führe, würden sie es unterlassen. Ein Viertel der italienischen Teilnehmer (26 Prozent) bevorzugen dagegen, zu warten, bis eine Mehrheit auf die neue Version umgestellt habe, und sie sich als sicher erwiesen habe. In Frankreich erklärten 26 Prozent der IT-Entscheider dass sie nur dann die Programme aktualisieren, wenn ein Unterlassen zu einer Verlangsamung der Computer führen würde.

„Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen deutlich, wie verunsichert europäische Unternehmen sind, sich für die neuste Version einer Software zu entscheiden“, resümiert Olaf Mischkovsky, Experte für Sicherheit und Systemmanagement bei Symantec. „Es ist interessant, welche Rolle dabei die kulturellen Unterschiede spielen und wie lange Investitionen dadurch zurückgestellt werden. Ein Viertel der europäischen Unternehmen (27 Prozent) gaben an, dass sie mindestens zwölf Monate mit einer Aktualisierung warten würden. Deutsche Firmen zeigten sich dagegen deutlich optimistischer. Hier planen nur 19 Prozent der Befragten, mit ihrer Investition noch zu warten.“

Sorgen um die Sicherheit und eine mögliche Störung des Ablaufs haben zudem dazu geführt, dass zwei Drittel (72 Prozent) der befragten Unternehmen immer noch das Betriebssystem Microsoft Windows XP nutzen (in Deutschland: 67 Prozent), während nur 15 Prozent ihr System auf Windows Vista aufgerüstet haben (in Deutschland: 22 Prozent).

„Bei jeder Einführung einer neuen Software-Version beobachten wir eine Vielzahl von Hackern, die eine Herausforderung darin sehen, die potenziellen Schwächen aufzudecken. Für die Medien sind das natürlich interessante Meldungen“, erklärt Olaf Mischkovsky, Experte für Sicherheit und Systemmanagement bei Symantec. „Dies zeigt, wie wichtig es für IT-Entscheidungsträger ist, genauestens über mögliche Software Upgrades informiert zu sein und explizit zu wissen, wie eine Migration optimal durchgeführt wird, um eine sicherere IT-Umgebung zu schaffen.“

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