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Schwieriger Weg zurück zur Normalität

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09.03.2012

Bayer Leverkusen Schwieriger Weg zurück zur Normalität

Holzhäuser: „Angst, dass etwas hängen bleibt“.

Leverkusen – Am Freitag hatte der graue Alltag Bayer Leverkusen wieder eingeholt. Training an der BayArena hinter verschlossenen Türen stand auf dem Programm. Es dürfte Trainer Robin Dutt und seinen Spielern nach der Demütigung von Barcelona gerade recht gewesen sein. Denn die Rückkehr zur Normalität fiel nach den schmerzhaften Erlebnissen im Camp Nou schwer. Dort war Bayer beim 1:7 nach allen Regeln der Fußballkunst von Lionel Messi und seinen Helfern auseinandergenommen worden – und das vor dem so richtungweisenden Spiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr).

„Natürlich muss man ein wenig Angst haben, dass etwas in den Köpfen hängen bleibt“, sagt Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der aber von einer positiven Reaktion der Werkself in Niedersachsen überzeugt ist: „Die Mannschaft hat Charakterstärke. Sie wird wieder aufstehen und kämpfen. Ich bin froh, dass nur drei Tage später das nächste Spiel in der Bundesliga ansteht.“

Völler: „Dürfen uns nicht runterziehen lassen“

Holzhäuser und Sportchef Rudi Völler hatten nach der peinlichen Vorstellung in Barcelona auf harsche Kritik verzichtet. Das zarte Pflänzchen Hoffnung, das nach drei Siegen in Folge gekeimt war, wollte die Bayer-Chefetage offenbar nicht wieder gleich zerstören. „Wir dürfen uns jetzt nicht runterziehen lassen. Wir haben uns an die Champions-League-Plätze herangearbeitet. Das lassen wir uns durch ein Spiel nicht kaputt machen“, appellierte Völler an die Bayer-Profis. Einfacher gesagt als getan, denn das Echo auf die höchste Niederlage einer deutschen Mannschaft in der Champions-League-Geschichte war verheerend. Den guten Ruf, den sich die Leverkusener über Jahre hinweg auf internationaler Bühne aufgebaut hatten, ist mit einem Spiel doch arg ramponiert worden.

Entscheidende Wochen in der Bundesliga

Trainer Robin Dutt sieht seine Mannschaft allerdings so gefestigt, dass „sie zwischen Bundesliga und Champions League trennen kann“. Das ist auch nötig, sonst ist auch das letzte verbliebene Ziel schnell verpasst. Vier Punkte liegt Bayer hinter dem vierten Platz, der immerhin noch die Champions-League-Qualifikation bedeuten würde. Eine neuerliche Schwächephase darf sich Bayer in den vorentscheidenden Spielen in Wolfsburg, gegen Borussia Mönchengladbach und bei Schalke 04 nicht leisten.

„Wir sollten uns nicht mehr damit beschäftigen, wie viele Tore es waren. Champions League lässt sich nicht mit der Bundesliga vergleichen“, redete Kapitän Simon Rolfes sich und seinen Kollegen ein. Ob es tatsächlich eine Trotzreaktion gibt, wird sich Samstag zeigen. Die letzten fünf Spiele wurden gegen Wolfsburg allesamt gewonnen – ein kleiner Mutmacher, immerhin.

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