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Schwierige Bergungsarbeiten nach Zugunglück

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14.01.2012

Nordfriesland Schwierige Bergungsarbeiten nach Zugunglück

Kollision mit Rinderherde – Ein Toter und zwei Verletzte.

Bargum – Nach dem Zugunglück mit einem Toten bei Bargum in Nordfriesland gestalten sich die Bergungsarbeiten wegen des schlammigen Untergrunds schwierig. Sie sollten voraussichtlich den ganzen Samstag über andauern, wie ein Sprecher der Bundespolizei auf dapd-Anfrage sagte. Zunächst müsse eine parallel zur Bahnstrecke verlaufende Straße mit Sand stabilisiert werden.

Anschließend sollte ein Kran anrücken, um den neben den Gleisen liegenden Steuerwagen zu bergen. Dieser ist bei dem Zusammenstoß fast völlig zerstört worden. Anschließend sollten die restlichen Wagen geborgen werden. Am Samstag waren an der Unfallstelle gut 30 Einsatzkräfte vor Ort.

Bei dem Unglück war am Freitagabend ein 38-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei fuhr ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) gegen 17.45 Uhr in eine Viehherde. Der Triebwagen und ein Waggon entgleisten, der Waggon stürzte um. Außerdem gab es zwei Leichtverletzte. Beiden konnten nach NOB-Angaben aber bereits wieder das Krankenhaus verlassen.

Die anderen zwei Dutzend Passagiere des Zuges in Richtung Sylt kamen mit dem Schrecken davon. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren am Freitagabend vor Ort. “Ich bin geschockt von diesem Unglück und bin in Gedanken bei den Angehörigen des Opfers”, sagte NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. Sie dankte den Helfern für ihren Einsatz und kündigte an, mit den Angehörigen des Todesopfers und den Verletzten Kontakt aufnehmen und ihnen Hilfe anbieten zu wollen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) sprach den Hinterbliebenen des Opfers seine Anteilnahme aus. “Meine Gedanken nach diesem tragischen Unglücksfall sind bei den Angehörigen”, sagte er.

Die Unglücksursache war am Samstag noch unklar. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte der Zugführer die Kollision mit einer auf den Gleisen stehenden Viehherde nicht verhindern.

Aufgrund der Bergungsarbeiten war die Strecke am Samstag nach NOB-Angaben voll gesperrt. Zwischen Niebüll und Bredstedt wurde ein Busverkehr eingerichtet. Fahrgäste müssen deshalb mit längerer Reisezeit rechnen. Informationen gibt es unter der kostenpflichtigen Service-Nummer 01801-1018011 (3,9 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk bis zu 0,42 Euro) oder unter www.nord-ostsee-bahn.de.

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