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Lawinenunglücke

© Peter Klaunzer über dpa

01.02.2015

Wintersport Lawinen reißen 13 Menschen in den Tod

“Die Lawinensituation wird sich in den nächsten Tagen nur langsam verbessern.”

Wien/Feldberg – Unter Schneelawinen sind 13 Wintersportler in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien ums Leben gekommen. Auf zwei tödliche Unglücke am Freitag im Schwarzwald folgten am Wochenende ähnliche Vorfälle in den Alpenländern und Pyrenäen, bei denen elf Menschen starben.

Bei Seewis im schweizerischen Kanton Graubünden starben am Samstag nach Angaben der Polizei fünf Skiwanderer. Sie gehörten demnach einer neunköpfigen Gruppe aus dem Raum Zürich an, die abseits der Pisten auf einer Tour zum Vilan nahe der österreichischen Grenze unterwegs war, als sich eine Lawine löste. Sieben Menschen wurden verschüttet. Drei wurden tot aus den Schneemassen geborgen. Retter flogen vier Schwerverletzte in Krankenhäuser. Dort starben zwei Frauen.

Bei drei weiteren Lawinenabgängen in der Schweiz kamen drei Männer ums Leben. Auch sie waren abseits der offiziellen Pisten unterwegs. Einer von ihnen wurde bei Wildhaus von den Schneemassen über eine eine steile Felsrinne 650 Meter in die Tiefe geschleudert.

Im Westen Österreichs wurden ein Mann und eine Frau im Gebiet von Damüls im Bundesland Vorarlberg von einer Lawine erfasst und getötet. Auch sie sollen abseits der Pisten unterwegs gewesen sein. In der Steiermark kam ein 74-Jähriger Mann knapp mit dem Leben davon. Er wurde teilweise verschüttet und harrte in der Nacht zum Sonntag acht Stunden lang aus, bevor ihn Rettungskräfte befreiten.

In den Pyrenäen wurde im spanischen Wintersportzentrum Candanchú ein Skiläufer nach heftigen Schneefällen von einer Lawine verschüttet. Seine Leiche wurde nach Angaben der Rettungsdienste am Sonntag geborgen. Ein zweiter Skiläufer war bei dem Unglück am Vortag aus den Schneemassen gerettet worden. Die beiden Männer waren eine Piste hinabgefahren, die wegen Lawinengefahr gesperrt gewesen war.

In weiten Berggebieten in der Schweiz, in Österreich und in Bayern wird derzeit vor einer erhöhten Lawinengefahr gewarnt. Auf einer entsprechenden Skala gilt Stufe 3 von 5, bei der schon einzelne Skifahrer auf einem Hang ausreichen, um Schneebretter loszutreten. „Die Lawinensituation wird sich in den nächsten Tagen nur langsam verbessern,“ meldete der Lawinenwarndienst in Bayern. Mit Blick auf den Schwarzwald sagte eine Polizeisprecher, es sei besser, die Höhenlagen dort ganz zu vermeiden.

In Deutschland waren am Freitag bei zwei Lawinenabgängen am Feldberg und am nahe gelegenen Berg Herzogenhorn im Südschwarzwald ein 20 Jahre alter Mann und eine 58 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Offiziellen Angaben zufolge gehörten diese Fälle zu den schwersten Lawinenunglücke im Schwarzwald seit Jahrzehnten. Am Samstag verirrten sich ein 28 Jahre alte Mann und seine 20 Jahre alte Freundin am Herzogenhorn bei schlechter Sicht. Per Notruf alarmierten sie die Bergwacht, die sie nach drei Stunden unverletzt barg.

Beste Schnee- und Wetterverhältnisse meldeten unterdessen die Wintersportgebiete im Harz und im Erzgebirge. „Alles ist optimal“, sagte eine Sprecherin des Gästebüros im Kurort Oberwiesenthal am Fuße des 1215 Meter hohen Fichtelbergs am Samstag. Dort tummelten sich am Wochenende mehr als 10 000 Skifahrer, Snowboarder, Rodler und Langläufer in winterlicher Traumlandschaft.

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