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Schweißtreibende Verfolger

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02.02.2012

FC Bayern München Schweißtreibende Verfolger

Trotz bitterer Kälte bringt das Kopf-an-Kopf-Rennen die Bayern zum Schwitzen.

München – Der bitteren Kälte trotzen Bayern Münchens Spieler mit sommerlichen Outfits. In kurzer Hose, Jeans und Badeschlappen erschienen Franck Ribery und Ivica Olic am Donnerstagnachmittag in den Räumlichkeiten an der Münchner Säbener Straße – und bei Olic bildeten sich angesichts des Kopf an Kopf Rennens an der Tabellenspitze sogar Schweißperlen auf der Stirn. “Die Saison wird eng. Das kann dauern bis zum letzten Spieltag”, sagte der 32-Jährige. Die Stimmung in München gaben seine Worte sehr gut wider: Verlieren verboten.

“Der Februar ist sehr wichtig für uns”, sagte Ribery. Nach der Partie am Samstagabend (18.30 Uhr) beim Hamburger SV stehen kommende Woche das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart und zwei Wochen später das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Basel an. Wegweisende Wochen – und nach dem mühevollen 2:0 gegen den VfL Wolfsburg ist die gute Stimmung der Winterpause noch lange nicht zurück. “Wir dürfen keine Fehler mehr machen”, sagte Ribery daher deutlich. Auch Olic sprach davon, dass “wir in letzter Zeit nicht so locker sind”.

Das 5:0 aus der Hinrunde gegen die momentan auf Tabellenplatz elf stehenden Hamburger dürfe man deshalb nicht überbewerten. “Sie sind jetzt viel besser”, warnte Ribery – und die Münchner nicht unbedingt besser. Vor allem der akute Abwehrnotstand macht Ribery, der nach leichten Rückenproblemen grünes Licht gab, Sorgen. “Es ist bei uns ein großes Problem, wenn zwei, drei Spieler verletzt sind. Die Bank ist dann nicht gut besetzt”, sagte er und kritisierte indirekt die Personalpolitik des Rekordmeisters.

Trainer Jupp Heynckes muss am Samstag eine Abwehrreihe ohne die Verletzen Daniel van Buyten (Mittelfußbruch) und Diego Contento (Zehenbruch) sowie den gesperrten Rafinha bilden. Möglich ist sogar, dass Sorgenkind Breno zu seinem Startelf-Debüt kommt. Die zweite Mannschaft der Bayern “sei nicht richtig gut”, sagte Ribery daher. Allerdings wollte der 28-Jährige mit seinen Aussagen keine Debatte los stoßen: “Es ist nicht mein Problem. Ich bin nicht Präsident, nicht Manager, sondern eben nur Spieler.”

Als dieser wünsche sich der Offensivkünstler Nationalspieler Toni Kroos als Partner auf der Spielmacher-Position. “Das ist seine Position. Er ist dort einfach viel besser als auf der Sechs”, sagte Ribery. Heynckes wird Kroos aus Not aber wohl auf der ungeliebten Position vor der Abwehr aufbieten müssen.

Mit Blick auf die dünne Personaldecke mahnte Ribery sogar erneut zum Pragmatismus. “Wir brauchen drei Punkte – egal wie”, sagte er. Zu weit entfernt scheint der Tabellenführer momentan von der Form, in der in der Hinrunde in der Liga sechs Zu-Null-Siege glückten. Dass Meister Dortmund zuletzt in Hamburg mit 5:1 gewann, interessiert daher weder Olic noch Ribery, der sagte. “1:0 reicht. Und wir müssen uns auf uns konzentrieren.”

Dennoch nehmen die Bayern inzwischen neben den punktgleichen Dortmund und Schalke 04 auch Borussia Mönchengladbach als Titelaspiranten wahr. “Die können auch Meister werden”, sagte Ribery.

Genau das verhindern will jedoch Olic, der nach seinem ersten Einsatz vergangene Woche auf mehr Chancen hofft. Auch neben Mario Gomez sei “Platz für mich”. Sollte das nicht der Fall sein, stellte der kroatische Nationalspieler schon mal klar: “Dann bin ich im Sommer sicher weg.”

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