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18.09.2009

Schweinegrippe: WHO warnt vor zweiter Pandemiewelle

(ots) – Kaum ist das Thema Schweinegrippe etwas in den Hintergrund getreten, so warnt die WHO vor einer zweiten Erkrankungswelle. Infektionsträger sind vor allem Jugendliche – so eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts vom 25. August 2009, die sich auf die 14.900 deutschen Schweinegrippefälle mit Konzentration auf Bayern, Baden-Württemberg, NRW und Niedersachsen bezieht. Der Altersdurchschnitt aller Infizierten lag bei 19 Jahren, 54% der Erkrankten waren männlich und häufig Heimkehrer von beliebten Gruppenreisen nach Spanien. Vor allem auf dem bevorstehenden Münchener Oktoberfest ist ein Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektion durch engen Körperkontakt wie „Schunkeln“, „Busserl“ und Brüderschaftstrinken aus gleichen Gläsern gegeben. Zigtausende Besucher reisen aus dem In- und Ausland in die bayrische Metropole, um mehrere Tage in Ballermann-Manier exzessiv zu feiern. Risikoerhöhend ist auch der Schulbeginn in Bayern am kommenden Montag, der eine Ausweitung zusätzlicher Ansteckungsherde zur Folge haben könnte.

Eine der ältesten Seifenfabriken Deutschlands, seit über 150 Jahren im Besitz der Familie Kappus in Offenbach am Main, hat sich entschlossen, mit der Aktion „Hände Waschen Virenschutz“ wieder aktiv zum Händewaschen aufzurufen. „Eine Wiederbelebung der Handwasch- und Seifenkultur ist dringend nötig, da Händewaschen heute vor allem bei Heranwachsenden und Männern keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, betont Patricia Kappus-Becker, Geschäftsführerin der Kappus-Seifenfabrik und Mutter zweier Teenager. Bereits 2008 hatten US-Studien aufgrund der hohen Bakterienkonzentration auf Frauenhänden regelmäßiges Händewaschen mit Seife von hohem Fettgehalt als Prävention gegen Krankheitserreger empfohlen. Eine vergleichbare Studie hatte bereits 2007 gezeigt, dass jeder dritte Mann nach dem Toilettenbesuch nicht Halt an einem Waschbecken machte, bei den Frauen verzichteten nur 12 Prozent darauf. Eine Situation, die auf Massenveranstaltungen wie dem Oktoberfest gravierende Ansteckungsgefahr zur Folge haben kann. Davon ist auch Frau Kappus-Becker überzeugt: „Händewaschen ist nicht die einzige Schutzmaßnahme gegen Schweinegrippe, aber mit Sicherheit kinderleicht.“

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