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Kristina Schröder

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11.11.2012

Frauenquote Schröder erhöht Druck auf Dax-Konzerne

„Frauen-Karriere-Index“.

Berlin – In der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen erhöht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) den Druck auf die 30 Dax-Unternehmen. Das Ministerium will in dieser Woche erstmals ein Ranking der 30 Konzerne nach Frauenfreundlichkeit veröffentlichen. Grundlage des Unternehmensvergleichs im Internet ist ein „Frauen-Karriere-Index“, der Ambition, Dynamik und Leistung der einzelnen Unternehmen in der Frauenförderung misst.

Die Einführung des Frauen-Karriere-Index sei „ein Startschuss für mehr Wettbewerb und Transparenz der Dax-30 in der Debatte um Frauen in Führungspositionen“, sagte Familienministerin Kristina Schröder der „Welt“. „Wer sich anstrengt, steht dort erkennbar vorne, und wer sich verstecken will, kann das nicht länger tun“, erklärte die Ministerin. Mehr Berichtspflichten für Unternehmen zugunsten von Frauen in Führungspositionen seien schon im Koalitionsvertrag vereinbart worden, sagte Schröder. „Es wurde also Zeit, diesen Punkt voranzutreiben.“

Im Gegensatz zu Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und EU-Kommissarin Viviane Reding tritt die Familienministerin nicht für eine starre gesetzliche Frauenquote ein, sondern für eine „Flexi-Quote“. Danach soll jedes börsennotierte Unternehmen selbst festsetzen, zu welchem Zeitpunkt ein bestimmter Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat erreicht sein soll. Wird das Ziel verfehlt, drohen Sanktionen.

Die 30 Dax-Unternehmen hatten 2011 erstmals zugesagt, den Frauenanteil in Führungspositionen zu steigern und dazu auch unternehmensspezifische Zielmarken vorgestellt. In diesem Sommer wurde eine erste Bilanz gezogen und ein entsprechender „Statusbericht“ vorgelegt. Die Zielmarken der Unternehmen für die Frauenquote schwanken dabei zwischen elf und 35 Prozent.

Während einige Unternehmen den Frauenanteil bereits bis 2015 deutlich steigern wollen, lassen sich andere Zeit bis 2020. Aber auch die Ausgangslage ist unterschiedlich: Während zum Beispiel der Sportartikelhersteller Adidas oder der Allianzkonzern einen Frauenanteil von mehr als 25 Prozent an den Führungspositionen vorweisen können, sind es bei großen Stromkonzernen und Automobilherstellern teilweise weniger als zehn Prozent.

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