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Wolf Schnellläufer mit gedämpften Hoffnungen zur Sprint-WM

Weltrekordlerin Jenny Wolf fühlt sich am “Wallfahrtsort für Eisschnellläufer” müde.

Dresden/Calgary – Eisschnelllauf-Weltmeisterin Jenny Wolf fühlt sich auf der rasanten Olympiabahn von Calgary pufelwohl, Medaillenhoffnungen hat die Berlinerin für die Sprint-WM am Wochenende allerdings nicht. Lieber würde die 500-Meter-Weltrekordlerin auf ihrer Spezialstrecke ihre eigene Bestmarke von 37,00 noch einmal einstellen oder gar unterbieten.

Allerdings fand Wolf in dieser Saison bislang noch nicht zu gewohnter Lockerheit. Vergangenes Wochenende lief die 32-Jährige beim Weltcup in Salt Lake City kraftlos wirkend über 500 Meter nur auf Rang elf und klagte danach über Müdigkeit. Immerhin steigerte sie sich am zweiten Tag auf Rang drei. Allerdings war sie in 37,62 Sekunden auch da weit von ihrem Rekord entfernt.

“Jenny fühlt sich immer noch müde und braucht nach einer Runde auf dem Eis viel länger als früher, um sich zu erholen”, sagte Cheftrainer Markus Eicher der Nachrichtenagentur dapd. Die Sprintkönigin liebt Calgary, spricht liebevoll vom “Wallfahrtsort für Eisschnellläufer”, an dem jeder Sportler Bestzeiten aufstellen wolle.

Sie selbst lief 2007 in der Provinz Alberta Weltrekord, den sie zwei Jahre später in Salt Lake City einstellte. Ob das in diesem Jahr auf der schnellen Olympiabahn von 1988 möglich ist, ist sehr fraglich. “Wichtiger ist, dass sie über ihre Spezialstrecke 500 Meter auf dem Podium steht und sich in Hinblick auf die Einzelstrecken-WM im März Selbstvertrauen holt”, sagt Eicher.

Der Cheftrainer setzt die Messlatte nicht zu hoch an, Podiumsplätze erwartet er nicht. “Das wäre nur bei optimalem Wettkampf möglich.” Wolf, Monique Angermüller (Berlin) und Judith Hesse (Erfurt) sollen sich beim Vierkampf möglichst unter die besten 16 kämpfen und damit vier Startplätze für das kommende Jahr sichern. “Zwei Damen unter den Top Ten wären super.” Vergangenes Jahr in Heerenven wurde Wolf beim Sieg der Kanadierin Christine Nesbitt als beste Deutsche Achte.

Der Berliner Samuel Schwarz glänzte zuletzt mit starken 1.000-Meter-Ergebnissen, muss sich aber über die halbe Distanz deutlich steigern. “Wenn Samuel zwei solide 500-Meter-Läufe gelingen, rückt für ihn erstmals eine Top-Ten-Platzierung in Reichweite”, sagte Eicher. Neben Schwarz erlebt der Chemnitzer Denny Ihle als Ersatz für seinen verletzten Bruder Nico sein Sprint-WM-Debüt und hofft auf persönliche Bestzeiten.

27.01.2012 © dapd / newsburger.de

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