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Schneeleopardin Höfl-Riesch hat Rückenwind

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30.01.2012

Ski alpin Schneeleopardin Höfl-Riesch hat Rückenwind

Skirennläuferin sieht sich nach erstem Saisonsieg im Aufwärtstrend.

München – Maria Höfl-Riesch sitzt entspannt vor künstlichem Kaminfeuer. Hinter ihr hängen gerahmte Schwarz-Weiß-Bilder aus einer Zeit, in der Skier noch an Holzplanken erinnerten. Ganz so weit muss die 27-Jährige nicht zurückdenken, wenn sie ihre größten Erfolge Revue passieren lässt. An einen Gesamtweltcup-Triumph wie im vergangenen Jahr glaubt sie zwar nicht mehr. Doch einen Tag nach ihrem ersten Saisonsieg, erklärt sie auf dem Gelände der internationalen Sportartikelmesse ISPO in München, warum diese Saison auch ohne die Große Kristallkugel ein Erfolg ist.

Die Doppel-Olympiasiegerin hat ihr Lächeln zurückgewonnen. Nach ihrem ersten Sieg nach mehr als elf Monaten gibt sie sich kämpferisch: “Ich habe auf jeden Fall Rückenwind”, sagt sie. Der Erfolg in der Super Kombination in St. Moritz gibt ihr neues Selbstvertrauen. Jetzt will sie auch am kommenden Wochenende beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen auftrumpfen. “Ich bin im Aufwärtstrend, und den will ich natürlich fortsetzen.”

Während der Messe präsentiert Höfl-Riesch ihre eigene Mode-Marke (Maria), die im nächsten Jahr den Weg in die Geschäfte finden soll. Im Logo prangt ihr Lieblingstier, ein Schneeleopard. “Ich habe festgestellt, dass wir viele Eigenschaften gemeinsam haben”, sagt Höfl-Riesch und ergänzt: “Die Schneeleopardin ist eine Einzelgängerin. Das trifft auch auf mich ein bisschen zu.” Darüber hinaus sei sie von der Großkatze wegen ihrer Eleganz und Schnelligkeit angetan.

Eben diese Schnelligkeit schien Höfl-Riesch zu Beginn dieser Saison verloren zu haben. So gelangen ihr in ihren ersten zwölf Weltcupläufen nur zwei Podestplätze. Einen der Gründe ihrer anfänglichen Probleme sieht sie in dem hohen Druck: “Die Erwartungshaltung war nach der letzten Saison unglaublich groß.”

Den meisten Druck habe sie sich selbst gemacht. Doch mittlerweile weiß sie: “Es kann nicht immer nach oben gehen.” Die vergangene Saison ist für sie mit dem Gewinn der Großen Kristallkugel nahezu perfekt verlaufen. Dass sich so ein Erfolg nicht beliebig wiederholen lässt, ist ihr inzwischen klar. Daher stuft die derzeit Dritte des Gesamtweltcups den Verlauf dieses Winters zwar nicht als perfekt, aber als “sehr gut” ein. Den Sieg im Gesamtklassement hat sie allerdings aufgrund des nahezu uneinholbaren Vorsprungs ihrer Freundin Lindsey Vonn abgeschrieben. “Ich habe mehr als 500 Punkte Rückstand, das ist also nicht sehr wahrscheinlich.”

Nach 21 von 39 Wettbewerben konzentriert sie sich vorerst nur auf das nächste Rennen am kommenden Wochenende: “Ein Heim-Weltcup ist immer etwas Besonderes”, sagt die gebürtige Garmisch-Partenkirchenerin. Dann will sie erneut vor allem eine Eigenschaft ihres Lieblingstiers abrufen: Schnelligkeit.

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