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Gewerkschaft lehnt geforderte Einsparung ab

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17.04.2012

Schlecker-Insolvenz Gewerkschaft lehnt geforderte Einsparung ab

15 Prozent Kürzung als zu hoch kritisiert – Insolvenzverwalter weist Vorwurf zurück.

Berlin – Vor der neuen Verhandlungsrunde über die Zukunft der Drogeriekette Schlecker hat die Gewerkschaft ver.di den vom Insolvenzverwalter geforderten Sanierungsbeitrag der Beschäftigten abgelehnt. Die genannte Einsparung von 15 Prozent bei den Personalkosten überschreite „jedes erträgliche Maß“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, am Dienstag in Berlin. Schon jetzt kämen viele Schlecker-Beschäftigte „eher schlecht als recht über die Runden“.

Die Mitarbeiter seien aber grundsätzlich bereit, über einen Arbeitnehmerbeitrag zur Sanierung der insolventen Firma zu sprechen, erklärte Nutzenberger. Die Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz werden am Donnerstag in Ulm fortgesetzt. Nutzenberger verlangte von Geiwitz „eine deutlich stärkere Einbindung und mehr Transparenz als bisher“.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wies die Vorwürfe zurück. Ver.di habe alle nötigen Informationen und Zahlen über Schlecker, „noch näher dran geht nicht“, sagte er der Nachrichtenagentur dapd. Der Vorwurf mangelnder Transparenz sei daher „unverständlich“.

Wie die Einsparung bei den Personalkosten erreicht werden kann, sei noch offen und Inhalt der anstehenden Gespräche, erklärte der Sprecher der Insolvenzverwaltung. Denkbar seien unter anderem ein Lohnverzicht oder Kürzungen beim Urlaub. Geiwitz fordert von den verbliebenen Schlecker-Beschäftigten ein Entgegenkommen, um das Unternehmen zu sanieren.

Bei Schlecker waren Ende März 10.000 Mitarbeiter entlassen worden, in der Mehrzahl Frauen. Zuvor war die Finanzierung einer Auffanggesellschaft für die Gekündigten gescheitert. Schlecker hat noch 13.500 Beschäftigte.

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