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Sachsen bleibt vor Entscheidung skeptisch

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28.03.2012

Schlecker Sachsen bleibt vor Entscheidung skeptisch

„Wir haben für den Freistaat Sachsen noch keine abschließende Entscheidung getroffen“.

Köln – Vor der Entscheidung über mögliche Länder-Finanzhilfen für die insolvente Drogeriekette Schlecker hat Sachsen seine skeptische Haltung bekräftigt. „Wir haben für den Freistaat Sachsen noch keine abschließende Entscheidung getroffen“, sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok am Mittwoch im Deutschlandfunk. Sachsen sehe die Zukunft von Schlecker sehr kritisch. Deshalb sei das Land auch bezüglich einer Transfergesellschaft für die 11.000 von Kündigung bedrohten Schlecker-Mitarbeiter zurückhaltend, erklärte der FDP-Politiker.

Der baden-württembergische Landtag wollte am Mittwoch in Stuttgart darüber beraten, ob das Land in Vorleistung für eine Bürgschaft über 70 Millionen Euro zur Finanzierung einer Transfergesellschaft geht. Die Bürgschaft der Länder soll einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW absichern. Niedersachsen hatte angekündigt, einer Bürgschaft vorerst nicht zuzustimmen.

Morlok sagte, die Entscheidung liege bei Baden-Württemberg, wo Schlecker seinen Stammsitz hat. Er könne nicht nachvollziehen, dass Baden-Württemberg nur bürgen wolle, wenn alle Länder mitmachten. Sachsen bevorzuge statt einer Transfergesellschaft eine eigene Lösung mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Handelsverband des Landes. Diese seien „näher dran an dem Problem“, erklärte Morlok.

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