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Kündigungen bei Mitarbeitern eingegangen

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30.03.2012

Schlecker Kündigungen bei Mitarbeitern eingegangen

Agentur für Arbeit fühlt sich vorbereitet.

Stuttgart – Die 10.000 gekündigten Schlecker-Mitarbeiter sollen sich bis Montag arbeitslos melden. Das geht aus Schreiben des Insolvenzverwalters hervor, die am Freitag bei einem Großteil der 10.000 Betroffenen eingingen. „Nachdem für Sie keinerlei Beschäftigungsmöglichkeit mehr besteht, stelle ich Sie zum 31.03.2012 unwiderruflich von der Erbringung der Arbeitsleistung frei“, heißt es in dem Freistellungsschreiben, das der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Die Kündigung wurde zum 30. Juni ausgesprochen.

Die Mitarbeiter werden gebeten, sich spätestens am Montag bei der Agentur für Arbeit persönlich zu melden. Erst dann bestehe ein Anspruch auf Gewährung von Arbeitslosengeld. Laut dem Nürnberger Arbeitsrechtler Marc-Oliver Schulze sind solche Fristen in Insolvenzverfahren durchaus üblich. Er rät den Betroffenen die Frist einzuhalten. Er geht davon aus, dass das Arbeitslosengeld am Ende des Monats rechtzeitig ausgezahlt werden kann.

Im Kündigungsschreiben stellt der Insolvenzverwalter fest, es stelle „auf keinen Fall eine Wertung Ihrer Arbeit dar, sondern erfolgt aus dringenden betrieblichen Gründen.“

Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit sagte, „wir sind darauf vorbereitet“. Die Agentur sei schon seit Wochen in engem Kontakt mit dem Unternehmen gewesen. In Nordrhein-Westfalen werden beispielsweise Beratungsfachkräfte abgestellt, die sich ausschließlich um die freigestellten Schlecker-Mitarbeiter kümmern.

Zudem seien die Betroffenen über das gesamte Bundesgebiet verteilt, sagte die Sprecherin weiter. Da kämen auf die einzelnen Regionaldirektionen nicht so viele Arbeitslose zu. Dort, wo es größere Niederlassungen gibt, gingen die Mitarbeiter der Arbeitsagentur auch direkt zu den gekündigten Mitarbeitern und nähmen ihre Daten auf.

„Die Chancen, dass sie eine Anschlussbeschäftigung finden, sind relativ hoch“, sagte die Sprecherin. Bei der Regionaldirektion in Baden-Württemberg beispielsweise hätten bereits Arbeitgeber aktiv ihr Interesse signalisiert.

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