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Schlecker bestreitet Informationsdefizit

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21.01.2012

Insolvenz Schlecker bestreitet Informationsdefizit

Insolvenzantrag voraussichtlich am Montag.

Ehingen – Die insolvente Drogeriekette Schlecker bestreitet, ihre Beschäftigten nicht rechtzeitig über die Pleite des Unternehmens informiert zu haben. Ein Sprecher des Unternehmens aus dem baden-württembergischen Ehingen sagte am Samstag, Schlecker habe “intensiv und zeitgleich informiert”. Die Gewerkschaft ver.di hatte dem Unternehmen am Freitag vorgeworfen, seine 30.000 Beschäftigten nicht über die Insolvenz des Unternehmens in Kenntnis gesetzt zu haben.

Es habe eine “Kaskade” an verschiedenen Informationen gegeben, sagte der Sprecher. Alle Filialen seien per Fax informiert worden, dazu habe es Mails an die Führungskräfte und Pressemitteilungen gegeben. Er könne aber nicht ausschließen, dass einige Mitarbeiter die Fax-Mitteilung noch nicht gelesen hatten, als die ersten Nachfragen kamen.

Das sich mitten in einer Restrukturierung befindende Unternehmen hatte am Freitag überraschend angekündigt, wegen einer gescheiterten Zwischenfinanzierung am Wochenende oder am Montag einen Antrag auf Planinsolvenz zu stellen. In Unternehmenskreisen hieß es am Samstag, damit sei eher Anfang der nächsten Woche zu rechnen. Ziel des Verfahrens ist nach Unternehmensangaben der Erhalt eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze. Die Geschäfte würden auch nach der Einreichung des Insolvenzantrags weitergeführt.

Bis zuletzt hatte Schlecker laut Medienberichten nach Investoren und frischem Kapital gesucht. In den vergangenen anderthalb Jahren hatte das Unternehmen einen harten Sparkurs gefahren und Hunderte Filialen geschlossen. Zu schaffen macht Schlecker auch der zunehmende Konkurrenzdruck von Mitbewerbern wie dm oder Rossmann.

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