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11.02.2010

Sexuelle Belästigung Amerell bestreitet Belästigungsvorwürfe

„Da lache ich mich kaputt, die Vorwürfe sind haltlos.“

Frankfurt/Main – Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung bestritten. „Da lache ich mich kaputt, die Vorwürfe sind haltlos und aus der Luft gegriffen“, sagte der 62-Jährige gegenüber der Frankfurter Rundschau. Der jetzige Schiedsrichter-Sprecher war von DFB-Präsident Zwanziger zunächst „aus gesundheitlichen Gründen“ vorläufig von seinen Aufgaben entbunden worden.

Informationen der Zeitung zufolge sei der Skandal dem DFB schon länger bekannt und auch zentraler Anlass einer außerordentlichen Sitzung am vergangenen Donnerstag gewesen. Die berichtenden Medien hätten sich jedoch auf die Streitigkeiten bezüglich der gescheiterten Vertragsverlängerungen um Bundestrainer Löw konzentriert.

Bereits im Dezember 2009 soll sich ein junger Schiedsrichter hilfesuchend an den DFB gewendet haben. Erste personelle Konsequenzen zog DFB-Vizepräsident Koch, welcher sich von seiner Zuständigkeit für Schiedsrichter entbinden ließ, da diese Information nicht an ihn weitergegeben worden seien. Gegenüber dem Fernsehsender DSF erklärte Amerells Anwalt heute, dass man den Sachverhalt intensiv prüfen und sich mit aller Macht gegen die Vorwürfe wehren wolle. Ein offizielles Verfahren sei bisher noch nicht eingeleitet worden.

Amerell agierte seit Mitte der 90er Jahre an zentraler Stelle des Schiedsrichter-Ausschusses und hatte daher weitreichenden Einfluss auf die Karrieren der Unparteiischen. Ihm wird vorgeworfen, einen jungen Bundesliga-Schiedsrichter sexuell belästigt zu haben.

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