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Annette Schavan

© dts Nachrichtenagentur

18.08.2012

Parteivorsitz Schavan zieht sich aus CDU-Spitze zurück

„14 Jahre sind genug.“

Berlin – Bundesbildungsministerin Annette Schavan zieht sich aus der CDU-Spitze zurück. „Ich habe mich entschieden, als stellvertretende CDU-Parteivorsitzende nicht mehr zur Verfügung zu stehen“, sagte Schavan dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „14 Jahre sind genug.“

Auf dem letzten Bundesparteitag sei mit der Modernisierung der Bildungspolitik auch eines ihrer Kernanliegen verwirklicht worden. „Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, mich aus der Parteiführung zurück zu ziehen.“ Sie will sich im Dezember nicht wieder um ein Spitzenamt in der Partei bewerben. Zugleich betonte sie: „Ich werde wieder für ein Bundestagsmandat kandidieren.“ Ihre „Lust auf Politik“ sei ungebrochen.

Der CDU droht vor dem Parteitag Streit um die vier Vize-Posten. Nach Schavans Rückzug wächst der Druck auf Baden-Württembergs Landeschef Thomas Strobl, einen der vier Posten anzustreben. Viele führende CDU-Politiker räumen aber auch der Oppositionsführerin in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, gute Chancen ein. Beide wollten sich bisher nicht zu möglichen Ambitionen äußern.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe werde „alles tun, um offene Kampfkandidaturen zu verhindern“, zitiert das Magazin einen Insider. Neben Hessens Regierungschef Volker Bouffier und Sozialministerin Ursula von der Leyen will der CDU-Chef in NRW, Armin Laschet, als Neuling in die Bundesspitze aufrücken.

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