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27.02.2010

Schauspieler rechnen mit Oscar für Christoph Waltz

München – Prominente Kollegen sind zuversichtlich, dass der österreichische Schauspieler Christoph Waltz (53) den Oscar als bester Nebendarsteller holt. „Inglourious-Basterds“-Co-Star Til Schweiger sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Der Oscar ist ihm nicht zu nehmen, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen.“ Katja Flint, die zweimal an der Seite von Waltz spielte, betonte, dass sich die ganze Filmbranche einig sei und ihm den Erfolg gönne: „Sonst gibt`s ja viel Neid und Eifersucht, aber da wird man keinen finden, der nicht sagt, das ist wunderschön. Das ist so die Stimmung, die ich spüre, und das ist fast ein kleines Wunder.“

Ähnlich sieht das August Diehl, der ebenfalls in „Inglourious Basterds“ mitwirkte: „Ich freu mich einfach riesig für ihn, ich finde die ganze Geschichte auch so toll, weil Waltz in letzter Zeit nur noch wahnsinnig wenig gemacht hat, und dann kam diese Anfrage, und die hat ja alles komplett geändert. Das gibt jedem von uns Riesenmut, dass es immer so laufen kann, egal, in welchem Alter.“ Waltz` Freund und Hausregisseur Peter Keglevic, der mit ihm die preisgekrönten TV-Filme über Roy Black und die Oetker-Entführung drehte, verwies in „Focus“ auch auf die Schwierigkeiten, die Waltz im deutschen Film- und Fernsehgeschäft hatte: „Sogar kurz vor Tarantino habe ich ihn bei einer Besetzung nicht durchgekriegt. ,Der Waltz`, hieß es, ,der ist doch so zynisch.` Da wurde wirklich der Schauspieler mit seinen Rollen verwechselt.“ Die Konsequenz ist für Keglevic klar: „Natürlich wird Waltz jetzt einige Jahre weg sein, er war ja auch zu viele Jahre da, ohne dass von ihm etwas gewollt wurde.“

Ähnlich äußerte sich Teamworx-Produzent Nico Hofmann, der mit Waltz „Der Tanz mit dem Teufel“ realisierte: „Für mich ist das auch irgendwie eine typisch deutsche Karriere, dass jemand übers Ausland gehen muss, über den internationalen Erfolg, um Anerkennung zu finden und richtig wahrgenommen zu werden“, sagte Hofmann „Focus“. „Bei Tarantino, das war ein Kinomoment, den hat es das letzte Mal bei Brandauer mit ,Mephisto` so gegeben. Jetzt will Waltz jeder haben, aber jetzt kommt er natürlich nicht mehr zurück.“

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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