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Wolfgang Schäuble

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20.05.2012

Sarrazin-Buch Schäuble kritisiert Ex-Bundesbankvorstand scharf

Sarrazins Thesen zur Einwanderung kritisierte Schäuble scharf.

Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den ehemaligen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin, dessen neues Buch „Europa braucht den Euro nicht“ am Dienstag erscheint, scharf kritisiert. In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ sagte Schäuble: „Seine Methode, so zu tun, als ob es Denk- oder Sprechverbote in Deutschland zu bestimmten Themen gibt, gegen die er dann verstößt, hat etwas sehr Kalkulierendes. Und ist dann auch noch unsinnig.“ Schäuble weiter: „Entweder redet und schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül.“

Nach Ansicht Schäubles versuche Sarrazin an den Erfolg seines ersten Buches „Deutschland schafft sich ab“ anzuknüpfen: „Den damit erzielten kommerziellen Erfolg will er offenbar jetzt mit dem Thema Euro wiederholen. Wenn er anständig Steuern dafür bezahlt, soll es mir recht sein.“

Sarrazins Thesen zur Einwanderung kritisierte Schäuble scharf: „Es gibt weder Denk- noch Sprech- oder Schreibverbote in Deutschland. Es gibt aber das gute Recht von jedermann, sich darüber zu freuen, dass wir trotz Holocaust eine zweite Chance bekommen haben – auch durch Europa – und dass es wieder ein wachsendes jüdisches Leben in Deutschland gibt. Und nicht zuletzt deswegen ist es beispielsweise völlig unangemessen, über angebliche genetische Prädispositionen zu fabulieren, wie Sarrazin es gemacht hat.“

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