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Schäferkordt RTL setzt auf mehr Eigenproduktionen

„Wir wollen diese Strategie aber noch stärker forcieren.“

Köln – Die RTL-Mediengruppe plant mehr Eigenproduktionen, setzt auf stärkere Zusammenarbeit der deutschen Sender und fordert mehr Kreativität. „Wir müssen uns fragen, mit welchen Inhalten wir in Zukunft bei den Zuschauern punkten können“, sagte Anke Schäferkordt, Co-Vorstandsvorsitzende der RTL Group, im Gespräch mit der F.A.Z. (Samstagsausgabe).

„Hollywood-Blockbuster und amerikanische Serien werden auf lange Sicht für unsere großen Sender an Bedeutung verlieren, wenn es sie bei einer immer größeren Zahl von Anbietern im Netz gibt.“

Schäferkordt ist gleichzeitig Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland mit den Sender RTL, Vox, RTL II, Super RTL und N-TV. „Was wir daher brauchen, sind eigene, exklusive Formate, die nur bei den Sendern der Mediengruppe RTL laufen“, sagte sie der F.A.Z.

„Darauf setzen wir schon heute. Wir wollen diese Strategie aber noch stärker forcieren. Deshalb denken wir auch darüber nach, wie wir unsere internen Strukturen und Prozesse an die neuen Anforderungen anpassen können.“ Dieser Umbau bedeute keine Zentralisierung. „Vielmehr müssen wir die enge Zusammenarbeit innerhalb der Mediengruppe RTL fördern und Rahmenbedingungen für mehr Kreativität schaffen“, sagte sie der F.A.Z.

Als Beispiel nennt sie Mitarbeiter in verschiedenen Unternehmensbereichen, die sich mit der Entwicklung neuer Formate beschäftigen. „Diese Kollegen werden sich künftig stärker austauschen, etwa in übergreifenden Kreativteams oder durch die Arbeit an gemeinsamen Projekten.“

Sie kündigt mehr Ideen und Programme an. „Wir wollen mehr ausprobieren – auch auf die Gefahr hin, dass das eine oder andere neue Format scheitert“, sagte sie der F.A.Z.

30.01.2015 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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