Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Bundespräsident in Tansania

© Wolfgang Kumm über dpa

04.02.2015

Sansibar Gauck sucht Dialog zwischen Muslimen und Christen

Gauck nimmt an einer Sitzung des „Gemeinsamen Friedensrates religiöser Führer“ teil.

Sansibar-Stadt – Beim Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck auf der Insel Sansibar steht heute der Religionsdialog zwischen Muslimen und Christen im Mittelpunkt.

Nach einem Gespräch mit dem sansibarischen Präsidenten Ali Mohamed Shein nimmt der frühere Pastor Gauck an einer Sitzung des „Gemeinsamen Friedensrates religiöser Führer“ teil. Das Gremium aus Leitern christlicher und muslimischer Gemeinden war als Reaktion auf tödliche Ausschreitungen nach den Wahlen im Jahr 2000 gegründet worden. Es setzt sich für Dialog und Gewaltfreiheit ein.

Auf der zu Tansania gehörenden Touristeninsel Sansibar war das traditionell tolerante Zusammenleben von Muslimen und Christen in den vergangenen Jahren durch Anschläge auf Kirchen und Priester erschüttert worden. So gab es neben Säureattentaten auf Priester auch Überfälle auf Bars und gewalttätige Demonstrationen. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage etwas beruhigt.

Vor den im Herbst geplanten Wahlen fordern Anhänger der islamischen Bewegung Uamsho (Erweckung) eine stärkere Autonomie Sansibars – rund 98 Prozent der Bewohner dort sind sunnitische Muslime. Sansibar war im 19. Jahrhundert der bedeutendste Sklaven- und Elfenbeinhandelsort der Welt.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dpa / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/sansibar-gauck-sucht-dialog-zwischen-muslimen-und-christen-77885.html

Weitere Nachrichten

Sahra Wagenknecht Linke

© Sven Teschke / CC BY-SA 3.0 DE

Linke Wagenknecht warnt vor Eskalation im Verhältnis zu Russland

Die Linksfraktion im Bundestag fordert mit Blick auf Nato und EU "ein Ende der neuen Rüstungsspirale sowie der Sanktions- und Konfrontationspolitik ...

Spähpanzer Luchs

© Darkone / CC BY-SA 2.0

Militärausgaben SPD nennt Zwei-Prozent-Ziel der Nato abenteuerlich

Die Forderung der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungszwecke auszugeben, hält die SPD für abenteuerlich. Im Gespräch mit ...

Rainer Arnold  und Frank Walter Steimeier

© Dirk Baranek / CC BY 2.0

SPD Union kündigt Verteidigungs-Konsens auf

Im Streit um die Reform der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr wirft die SPD dem Koalitionspartner Union einen "tiefen Bruch der ...

Weitere Schlagzeilen