Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Mauer des Kreml in Moskau

© über dts Nachrichtenagentur

27.07.2014

Sanktionen gegen Russland Schäuble hält Wirtschaftsinteressen für zweitrangig

„Wirtschaftsinteressen haben nicht oberste Priorität.“

Berlin – In der Debatte um härtere Wirtschaftssanktionen gegen Russland hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands für zweitrangig. „Wirt­schafts­in­ter­es­sen haben nicht obers­te Prio­ri­tät“, sagte Schäu­b­le „Bild am Sonntag“. „Obers­te Prio­ri­tät hat die Wah­rung von Sta­bi­li­tät und Frie­den. Wenn der deut­sche Fi­nanz- oder Wirt­schafts­mi­nis­ter sagen würde: `Vor­sicht, Sank­tio­nen scha­den un­se­ren Wirt­schafts­in­ter­es­sen`, dann hätte die Kanz­le­rin den fal­schen Wirt­schafts- oder Fi­nanz­mi­nis­ter.“

Im Kon­flikt mit Russ­land sprach sich Schäu­b­le für ein ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen aus: „Nie­mand in Mos­kau darf den Ein­druck ge­win­nen, Russ­land könne mit sei­nem Vor­ge­hen am Ende er­folg­reich sein. Dazu ge­hört auch, die Ver­läss­lich­keit der Nato zu be­to­nen.“

Laut Schäu­b­le zeig­ten auch die bis­her ver­häng­ten Sank­tio­nen gegen Mos­kau Wir­kung: „Tat­sa­che ist: Der Rubel ver­liert an Wert, das Haus­halts­de­fi­zit Russ­lands steigt, die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ist schlecht. Das sieht auch der rus­si­sche Prä­si­dent.“

Im üb­ri­gen sei es „leicht, Sank­tio­nen zu for­dern, die nicht die ei­ge­ne Wirt­schaft be­tref­fen. Ei­ni­ge eu­ro­päi­sche Staa­ten hän­gen zu 100 Pro­zent von Öl- und Gas­lie­fe­run­gen aus Russ­land ab.“

Um die Ukrai­ne-Kri­se zu lösen setzt Schäu­b­le vor allem auf eine gute Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Eu­ro­pa und den USA und ein ein­heit­li­ches Auf­tre­ten der Eu­ro­pä­er: „Die Krise um die Ukrai­ne zeigt, dass die An­for­de­run­gen an Eu­ro­pa grö­ßer wer­den. Ohne die trans­at­lan­ti­sche Part­ner­schaft mit den USA wird uns das aber nicht ge­lin­gen.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/sanktionen-gegen-russland-schaeuble-haelt-wirtschaftsinteressen-fuer-zweitrangig-72064.html

Weitere Nachrichten

Alter Panzer in Afghanistan

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Nato-Truppenverstärkung in Afghanistan stößt auf Schwierigkeiten

Im Kampf gegen islamistische Rebellen stößt die von der Nato geplante Entsendung von zusätzlichen Truppen nach Afghanistan auf Schwierigkeiten. Die so ...

Präsidentenlimousine "The Beast" in Berlin

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Bund erteilt Erlaubnis für Waffeneinfuhr zu G20-Gipfel

Im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg haben bereits sechs Staaten eine Waffenerlaubnis für das Sicherheitspersonal ihrer Delegationen beantragt - darunter ...

Flüchtlingslager

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Wieder mehr Flüchtlinge über „Mittelmeerroute“

Die Zahl der Flüchtlinge über das Mittelmeer hat wieder zugenommen. Zwischen Jahresbeginn und dem 22. Juni registrierte Italien 71.978 Neuankömmlinge, die ...

Weitere Schlagzeilen