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Sanierungskurs drückt Nivea-Hersteller in die roten Zahlen

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25.01.2012

Unternehmen Sanierungskurs drückt Nivea-Hersteller in die roten Zahlen

Beiersdorf macht im letzten Quartal 2011 Verluste – Rückstellungen für Personalabbau gebucht.

Hamburg – Ein teures Sanierungsprogramm hat den Nivea-Hersteller Beiersdorf in die roten Zahlen gedrückt. Für das letzte Quartal 2011 meldete der Hamburger Körperpflege-Konzern einen Nettoverlust von 77 Millionen Euro. Der Jahresgewinn fiel um 67 Millionen Euro oder 20 Prozent auf 259 Millionen Euro, wie Beiersdorf am Mittwoch in Hamburg bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen mitteilte. Nach Angaben eines Konzernsprechers wurden große Kostenteile für den geplanten Abbau von weltweit 1.000 Stellen noch für 2011 verbucht.

Damit kann der scheidende Konzernchef Thomas B. Quaas seinem Nachfolger Stefan Heidenreich eine besenreine Bilanz hinterlassen. Der bisherige Chef der Hero-Gruppe (Schwartau-Marmelade) Heidenreich soll den schlingernden Konzern wieder auf Kurs bringen. Er ist seit Jahresbeginn im Beiersdorf-Vorstand und übernimmt im April den Vorstandsvorsitz.

Die Anleger setzen offenbar große Hoffnungen in den neuen Chef: Der Kurs der Beiersdorf-Aktie stieg am Mittwoch um fünf Prozent.

Quaas hatte noch kräftig aufgeräumt. Die Hauptmarke Nivea war 2011 wegen Erfolglosigkeit aus dem Geschäft mit Kosmetik ausgestiegen. Jeder fünfte Artikel wurde aus den Regalen genommen. Diese Sanierung kostete Umsatz.

Außerdem kündigte Beiersdorf im November einen Personalabbau von 1.000 Jobs weltweit an und nannte dafür Sanierungskosten von 265 Millionen Euro. Der Konzern will die Manager in den einzelnen Märkten entscheiden lassen und weniger aus der Hamburger Zentrale steuern. Beiersdorf schrieb auch 140 Millionen Euro auf das zugekaufte Shampoo-Geschäft in China ab. Dort hatten sich die Umsatzhoffnungen nicht erfüllt.

Beiersdorf hatte die Jahre 2010 und 2011 als Periode des Umbaus bezeichnet und für die Zeit ab 2012 höhere Umsätze und Gewinne angekündigt. Einzelheiten dazu will der Vorstand Anfang März bei der Bilanzvorlage preisgeben. Der Umsatz 2011 stieg nur um 1,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Ohne Sondereffekte lag die Umsatzentwicklung bei 2,1 Prozent, wie es hieß.

Im Hauptgeschäft mit Cremes und Duschgels wurde Ware für unverändert 4,7 Milliarden Euro verkauft. Der Nettogewinn der Sparte fiel um 33 Prozent auf 322 Millionen Euro. Das Europageschäft lag unter dem Vorjahr, während das Asiengeschäft sich besser entwickelte.

Sehr stark lief dagegen das Geschäft der Klebstoff-Tochter Tesa, die den Betriebsgewinn um fast zehn Prozent auf 109 Millionen Euro steigerte. Tesa nutze den Boom der deutschen Industrie, die immer öfter auf geklebte Verbindungen setzt.

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