Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Stahlproduktion

© über dts Nachrichtenagentur

25.06.2015

Salzgitter-Chef Ende der Stahlkrise nicht in Sicht

Die Nachfrage nehme allenfalls leicht zu.

Berlin – Trotz einer leichten Erholung der Nachfrage ist für Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann kein schnelles Enden der Stahlkrise in Sicht. „Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage in Europa – und damit die Ursache der Krise – hat sich nicht wesentlich verändert“, sagte der Vorstandschef von Deutschlands zweitgrößtem Stahlproduzenten hinter ThyssenKrupp dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Es seien zwar ein paar Kapazitäten vom Markt genommen worden, „aber nicht genug“. Die Nachfrage nehme allenfalls leicht zu. „Die Krise wird noch ein paar Jahre andauern, auch im besten Fall.“

Vor allem die europäischen Stahlhersteller haben sich von dem Einbruch im Jahr 2008 nie richtig erholt. Zwar schreibt die Stahlindustrie seit 2014 wieder durchweg schwarze Zahlen, dies ist aber vor allem das Ergebnis harter Sanierungs- und Restrukturierungsanstrengungen. Nach wie vor kämpft die Branche mit weltweiten Überkapazitäten, steigenden Importen und anhaltendem Preisdruck.

Fuhrmann verteidigte denn auch die Anti-Dumping-Maßnahmen der EU-Kommission gegen Stahlkonzerne vor allem aus Asien, insbesondere China. Prinzipiell sei er zwar für den freien Handel. „Wenn aber die EU der einzige weltweit offene Markt für Stahlerzeugnisse ist, dann ist es sinnlos, dass wir uns marktliberal verhalten, während die anderen Stahlmärkte durch Handelsbarrieren geschützt sind.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/salzgitter-chef-ende-der-stahlkrise-nicht-in-sicht-85227.html

Weitere Nachrichten

Dolmabahce-Palast Türkei Istanbul

© Robert.raderschatt / gemeinfrei

BGA Referendum entfernt Türkei von ihrem wichtigsten Absatzmarkt

"Mit dem Ergebnis des Referendums entfernt sich die Türkei weiter von der EU - ihrem wichtigsten Absatzmarkt. Dies beobachten wir mit großer Sorge, ...

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

Wachstum RWE prüft Übernahmen

RWE will durch Zukäufe und eine Reform des Strommarktes wachsen. "Wir schauen uns an, wo wir vielleicht punktuell Zukäufe tätigen können. Dabei ...

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

RWE Energiekonzern kann für 2017 Dividende zahlen

Der Energiekonzern RWE kann für 2017 sein Dividenden-Versprechen halten, ohne Reserven anzugreifen. "Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. Wir wollen für ...

Weitere Schlagzeilen