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01.07.2011

Sachsen-Anhalt: Arbeitsagentur-Chef Senius warnt vor zu viel Euphorie

Halle – Der Chef der Landesarbeitsagentur für Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kay Senius, hat angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen vor nachlassendem Engagement bei der Beschäftigungspolitik gewarnt. „Das ist das große Risiko, dass sich gerade in der Politik ein Entspannungsgefühl einstellt und dies den Blick von den Strukturproblemen weglenkt“, sagte Senius der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Der Mangel an Fachkräften in Sachsen-Anhalt sei eine der „wesentlichen Herausforderungen“. Bis zum Jahr 2016 würden 150.000 solcher Arbeitskräfte fehlen. Im Kampf gegen den Fachkräftemangel rät Senius, sich auf Maßnahmen in Sachsen-Anhalt selbst zu konzentrieren. „Wir haben eine deutlich höhere Schulabbrecherquote als anderswo. Wenn wir an der arbeiten würden, wäre das ein zusätzliches Potenzial“, sagte Senius.

Ähnliches gelte für die Abbrecherquote bei Lehrlingen sowie für die vergleichsweise niedrige Zahl von Übernahmen nach abgeschlossener Ausbildung. „Wenn wir alle Hebel optimal bedienen, können wir ein zusätzliches Fachkräftepotenzial von 140.000 Menschen erschließen – und haben gute Chancen, unsere Fachkräftelücke zu schließen.“

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