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Sabine Lisicki geht mit einem Lächeln

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23.01.2012

Tennis Sabine Lisicki geht mit einem Lächeln

Nach einem Match auf Augenhöhe im Achtelfinale an Maria Scharapowa gescheitert.

Melbourne – Sabine Lisicki nahm noch schnell den Applaus der 15.000 Zuschauer entgegen, trocknete ihr Gesicht und auch ihre feuchten Augen mit ihrem Handtuch und verließ die Rod-Laver-Arena. Keine Frage, die Berlinerin war enttäuscht, dass sie sich nach großem Kampf im Achtelfinale der Australian Open der Russin Maria Scharapowa hatte geschlagen geben müssen. Wenige Minuten nach dem zweiten Matchball zum 6:3, 2:6, 3:6-Endstand kehrte aber ihr markantes Lächeln wieder zurück: “Es war ein Match auf Augenhöhe, ich habe es genossen”, sagte die 15. der Weltrangliste. Man konnte es sehen.

Die an Nummer vier gesetzte Maria Scharapowa, Melbourne-Siegerin 2008, bekommt es im Viertelfinale überraschend mit einer Landsfrau zu tun. Ekaterina Makarowa beendete beim 6:2, 6:3 die Erfolgsserie der fünfmaligen Australian-Open-Siegerin Serena Williams.

Es hat nicht viel gefehlt und Sabine Lisicki wäre die Gegnerin der Nummer 56 in der Welt geworden. In der Revanche des von der Deutschen in zwei Sätzen verlorenen Halbfinales von Wimbledon 2011 hatte Lisicki im dritten Satz beim Stand von 1:1 fünf Breakbälle. In dem 13 Minuten lang umkämpften Spiel gelang es der 22-Jährigen aber nicht, der Russin den Aufschlag abzunehmen. “Sie hat da sehr gut serviert, da war wenig zu machen”, sagte die couragierte Kämpferin.

Stattdessen kassierte Lisicki selbst einen Serviceverlust zum 2:4. Eine Chance zum Rebreak wehrte die ehemalige Nummer eins wieder mit einem starken Aufschlag ab. Kurz danach hatte Scharapowa den ersten Matchball. Lisicki rettete sich noch aus der Notlage. Doch mit ihrem eigenen Service brachte die Russin den Vorsprung ins Ziel. “Vielleicht habe ich ein paar Bälle nicht ganz durchgezogen”, haderte die Deutsche nur ein bisschen mit sich.

Scharapowa hatte nach zwei Breaks schnell 3:0 geführt. Doch dann erwachte der Kampfgeist der Deutschen, die jeden zweiten Aufschlag der Russin attackierte. “Ich wusste, dass sich das Blatt schnell wenden kann. Ich musste aggressiv sein und bin in meine Schläge reingekommen”, sagte Lisicki. Sie gewann sechs Spiele hintereinander und damit den ersten Satz. Im zweiten Durchgang ließ die Deutsche gleich eine Breakchance aus, musste ihrerseits dann aber das 1:3 hinnehmen. “Mein Bälle sind etwas kürzer geworden, sie hat dann wieder aufs Gaspedal getreten”, sagte Lisicki. Nach einem weiteren Aufschlagverlust gewann Scharapowa den zweiten Satz mit 6:2. Im dritten Durchgang behielt die Russin dann die Nerven.

“Olle!!! Was für ein geiles Match… ich liebe deinen Kampfgeist! Nächstes Mal holst du sie dir”, schrieb Andrea Petkovic per Twitter. Die Darmstädterin hatte gegen Scharapowa vor einem Jahr im Viertelfinale gewonnen. Zu dem Zeitpunkt war Sabine Lisicki schon lange wieder zurück in Berlin, denn sie war in der Qualifikation gescheitert. Nach einem Jahr Verletzungspause hatte ihr noch das Ranking gefehlt, um ins Hauptfeld zu kommen. Sie war Nummer 208 der Rangliste, doch dann setzte sie zur Aufholjagd an und beendete das Jahr als 15. “Jetzt sind die Top Ten mein Ziel”, sagte die Frau mit dem härtesten Aufschlag aller Spielerinnen, die sich auch technisch und taktisch enorm verbessert hat.

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