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08.11.2015

RWI Gesundheitsreformen kosten bis 2020 rund 40 Milliarden Euro

„Gröhe ist vielleicht einer der teuersten Gesundheitsminister, den das Land je hatte.“

Berlin – Die Reformen von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) führen im Zeitraum zwischen 2015 und 2020 zu 40 Milliarden Euro Mehrausgaben. Dies geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen.

„Gröhe ist vielleicht einer der teuersten Gesundheitsminister, den das Land je hatte“, konstatierte RWI-Gesundheitsökonom Boris Augurzky. So werden die Beitragszahler allein im Jahr 2020 rund 7,2 Milliarden Euro mehr Kosten schultern müssen als heute.

Auch die Krankenkassen gehen von hohen Mehrausgaben aus. Nach internen Schätzungen der Krankenkassen kommen zwischen 2016 und 2019 allein auf die Gesetzliche Krankenkasse zusätzliche Kosten in Höhe von 18,1 Milliarden Euro zu.

Auch aufgrund der höheren Ausgaben rechnet Verband der Ersatzkassen bis 2020 mit jährlich steigenden Beiträgen um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. „Gröhe nutzt die Gunst hoher Überschüsse und Rücklagen und lässt den Ausgaben freien Lauf“, sagte Günter Neubauer vom Münchener Institut für Gesundheitsökonomik.

„Das Thema nachhaltige, demografiefeste Finanzierung des Gesundheitssystems ist auch Gröhe überhaupt nicht angegangen“, kritisierte der Gesundheitsökonom Andreas Beivers von der Fresenius Hochschule München.

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