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Windräder

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19.08.2012

Energiewende RWE stellt sich auf längere Durststrecke ein

RWE-Chef verteidigte die geplanten Stellenstreichungen.

Essen – Der Energieversorger RWE wird nach den Worten von Vorstandschef Peter Terium bis 2015 brauchen, um nach dem Atomausstieg wieder zur alten Stärke zu finden. „Vermutlich werden wir so lange brauchen, bis Schulden und Ertragskraft wieder in einem zufriedenstellenden Verhältnis stehen“, sagte Terium dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „2015 wird RWE ein anderes Unternehmen sein, das robuster, nachhaltiger und internationaler ist“, verspricht er.

RWE ist nicht zuletzt durch die Energiewende, aber auch durch Probleme im Gasgroßhandel und sinkende Margen in der Stromproduktion in Schwierigkeiten gekommen. Der Konzern strebt an, dass die Nettoverschuldung den operativen Gewinn (EBITDA) nicht um den Faktor drei übersteigt. Ende 2011 lag der Verschuldungsgrad bei 3,5. „Wir müssen deshalb das Ergebnis steigern, die Schulden reduzieren und die Ausgaben einschränken“, sagte Terium.

Der RWE-Chef verteidigte die geplanten Stellenstreichungen. „Es ist nicht mein Ziel, Mitarbeiter zu entlassen. RWE muss aber fit werden für einen härteren Wettbewerb.“ Terium hatte am vergangenen Dienstag ein Sparprogramm verkündet. Unter anderem will er 2.400 Stellen in der Verwaltung streichen oder verlagern – zusätzlich zu den bereits geplanten 8.000 Stellen.

Forderungen der Gewerkschaften, den Vertrag zur Beschäftigungssicherung, der zum Jahresende ausläuft, langfristig zu verlängern, weist er zurück: „Ich kann beim besten Willen nicht zusagen, dass RWE für die kommenden elf Jahre, so lautet die Forderung, komplett auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten kann. Solche langfristigen Garantien sind in Zeiten von Euro-Krise, Finanzkrise und Energiewende nicht mehr möglich“, sagte Terium.

Er verweist auf das Beispiel E.On: „Bei Konkurrenten wurde solchen Flexibilisierungen zugestimmt. Dort sind betriebsbedingte Kündigungen als Ultima Ratio möglich.“

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