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Wladimir Putin

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03.08.2015

Internationalisierung Russische Unis stärken Kontakte zu Deutschland

„Es läuft nichts ohne politische Billigung in Russland.“

Moskau – Russische Hochschulen bemühen sich verstärkt um den Kontakt zu Deutschland – trotz politischer Eiszeit zwischen Berlin und Moskau. Das berichten übereinstimmend Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).

„Es wirkt paradox. Wir haben dunkle Wolken am politischen Horizont. Aber in der Welt der Hochschulen gibt es eine noch nie da gewesene Nachfrage nach Kontakten nach Deutschland“, sagte Gregor Berghorn, der das Büro des DAAD in Moskau leitet, der „Welt“. Er habe noch nie so viele Anfragen wie im vergangenen halben Jahr verzeichnen können.

Die DFG teilt seine Einschätzung. Dabei stehe Präsident Wladimir Putin hinter dieser Strategie. „Es läuft nichts ohne politische Billigung in Russland. Der starke Staat ist auch in der Wissenschaft auf dem Vormarsch“, sagte Christian Schaich, der in der Geschäftsstelle der DFG für den Bereich Mittel- und Osteuropa zuständig ist.

Die Rektoren handelten nicht eigenmächtig, sagte auch Berghorn. „Es gibt die glasklare Ansage aus dem Bildungsministerium, unterstützt und gefordert vom Kreml, dass sich die russischen Hochschulen internationalisieren müssen. Deutschland ist dafür die erste Adresse.“ Die verstärkte Annäherung auf der Ebene von Wissenschaft und Hochschulen etwa an Deutschland sei eine Form der Kompensation für den Verlust an politischer Zusammenarbeit.

Derzeit sind mehr als 11.000 russische Studenten an deutschen Hochschulen. Dazu kommen etwa 4.000 Wissenschaftler. „Von Seiten einer gebildeten Mittelschicht in Russland ist die Nachfrage nach einem Auslandsstudium stark gewachsen. Deutschland ist besonders attraktiv“, sagte DAAD-Experte Berghorn. „Die Hochschulen haben einen sehr guten Ruf, das Land liegt – aus russischer Sicht – nicht weit weg, und es gibt keine Studiengebühren.“

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