Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Sport - newsburger.de

Rüge für Breno – aber der Ton wird rauer

© dapd

17.01.2012

FC Bayern München Rüge für Breno – aber der Ton wird rauer

Rummenigge: “Erwarte, dass nichts Weiteres passiert” – Gespräche mit Heynckes und Lahm.

München – Als Bayern Münchens zweite Mannschaft am Dienstagmittag an der Säbener Straße zum Testspiel gegen die Reserve des 1. FC Nürnberg auflief, war Breno nicht dabei. Schon am Vormittag hatte der Brasilianer mit Jupp Heynckes und den Profis trainiert, motiviert und engagiert, als hätte seine kurzzeitige Entgleisung via Kurznachrichtendienst Twitter nie stattgefunden. Die öffentliche Beschwerde (“Bayern macht eine Sauerei mit mir”) über die kurzzeitige Versetzung zu den Amateuren wurde dem Sorgenkind offiziell schnell verziehen – der Ton wird aber rauer.

“Ich erwarte jetzt auch von ihm, dass da wirklich nichts Weiteres mehr kommt und passiert”, stellte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Dienstag in München klar. Noch bekam der nach wie vor unter Tatverdacht der schweren Brandstiftung stehende Verteidiger nur “die leicht Gelbe Karte für das, was er da von sich gegeben hat”, sagte Rummenigge. Viel mehr darf sich der 22-Jährige aber wohl nicht mehr erlauben.

Vor dem Training am Dienstagvormittag habe es ein Gespräch mit Trainer Jupp Heynckes gegeben. Breno habe zugegeben, dass die Beschwerde von ihm persönlich geschrieben wurde. “Er hat sich aber auch sowohl beim Trainer als auch bei der Mannschaft dafür entschuldigt”, sagte Rummenigge.

Auch Kapitän Philipp Lahm hatte das Gespräch mit dem Verteidiger gesucht: “Er hat mir gesagt, dass es nichts gegen den FC Bayern war, sondern dass er enttäuscht war, dass er das letzte Vorbereitungsspiel nicht mit uns machen konnte”, sagte der 28-Jährige. In der Mannschaft sei die Angelegenheit “kein großes Thema” gewesen. Lahm habe Breno darauf hingewiesen, “dass man eben aufpassen muss, was man da twittert oder eben öffentlich macht”.

Wahrscheinlich sei die ganze Nachricht nur “ein kleines Gezwitscher gewesen, dass er seinem besten Freund schreiben wollte. Das darf man nicht zu hoch hängen”, sagte Lahm. Breno sei auf einem guten Weg, “bei der Sache, er trainiert zu 100 Prozent”. Auch Rummenigge betonte, dass der Verein weiterhin zu Breno stehen werde: “Das Gesamtkonzept ist positiv. Der Trainer sieht die Möglichkeit, dass er in den Kader zurückkehren kann.”

Wie die Staatsanwaltschaft München I auf dapd-Nachfrage am Dienstag mitteilte, wird im ersten Quartal mit einem Verfahrensabschluss im Fall Breno gerechnet. 500.000 Euro haben die Bayern auf den Tisch gelegt, damit das einstige Jahrhunderttalent im Oktober aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Auch die Ausreisebestimmungen für das Trainingslager in Katar wurden für ihn gelockert. “Für das, was sie für ihn gemacht haben, würde ich zwei Jahre umsonst spielen”, sagte der ehemalige Bayern-Spieler Stefan Effenberg in einer Gesprächsrunde des Senders Sky am Dienstag.

Das “Schöne” sei jedoch, “dass die Bayern ihn nicht fallen lassen”, führte Effenberg fort. Fragt sich nur, wie lange noch.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dapd / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/ruge-fur-breno-aber-der-ton-wird-rauer-34631.html

Weitere Nachrichten

Olympia IOK Lausanne

© FreeMO / gemeinfrei

DOSB Medaillenkandidaten sollen schon in Grundschulen gesucht werden

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) soll künftig schon in Grundschulen nach Talenten suchen. Im Entwurf des sogenannten "Eckpunktepapiers zur ...

Weserstadion Bremen

© Daniel FR / gemeinfrei

1. Bundesliga Werder Bremen beurlaubt Trainer Viktor Skripnik

Der SV Werder Bremen hat Cheftrainer Viktor Skripnik und die beiden Co-Trainer Florian Kohfeldt und Torsten Frings mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Das ...

DFB-Zentrale Fussball

© Chivista / gemeinfrei

Grindel DFB fällt es schwer Ehrenamtler zu finden

Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB) hat bekräftigt, sich weiter um Transparenz bei der Aufklärung der noch offenen Fragen rund ...

Weitere Schlagzeilen