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Claudia Roth

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30.12.2012

Grüne Roth verärgert über Steinbrücks Äußerungen

„Unser Land hat drängende Probleme, die es anzupacken gilt.“

Berlin – Die Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zur Entlohnung von Bundeskanzlern und einem „Frauenbonus“ für Kanzlerin Angela Merkel belasten zunehmend das Wunschbündnis der SPD mit den Grünen. Deren Parteichefin Claudia Roth zeigte sich am Sonntag verärgert über die Äußerungen Steinbrücks.

„Unser Land hat drängende Probleme, die es anzupacken gilt. Die Frage des Gehalts der Kanzlerin gehört sicher nicht dazu“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe). Zuvor hatte Steinbrück in einem Interview die zu geringe Entlohnung von Kanzlern beklagt.

Der Hinweis Steinbrücks, die Beliebtheit der Kanzlerin gehe zum Teil auf einen „Frauenbonus“ zurück, stieß bei der Grünen-Chefin ebenfalls auf Kritik. „Von einem Frauenbonus in der Politik habe ich übrigens noch nichts bemerkt“, sagte Roth. „Im Gegenteil. Und ich bin auch schon ein paar Jahre dabei.“

Auch Volker Beck, der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, ging vorsichtig auf Distanz zu Äußerungen Steinbrücks. Hatte dieser noch gefordert, die Politik möge sich aus den Gehältern der freien Wirtschaft heraushalten, kritisierte Beck „die astronomische Höhe mancher Spitzengehälter in der privaten Wirtschaft“. Hier müsse „kritisch nach dem Verhältnis von eigener Leistung und Höhe des Gehaltes gefragt werden“, sagte Beck der SZ. Auch gehe es bei Bundestagswahlen „nicht um das Gehalt der Kanzlerin, sondern um die Politik der Kanzlerin“.

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