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Pegida-Demo

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07.02.2015

Roth Kein Grund zur Entwarnung bei Pegida

„Rassismus, Islamophobie, Antiziganismus und Homophobie ziehen ein in die Salons.“

Berlin – Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat davor gewarnt, die islamfeindliche Pegida-Bewegung als gescheitert zu betrachten: „Es gibt überhaupt keinen Grund zur Entwarnung. Rassismus, Islamophobie, Antiziganismus und Homophobie ziehen ein in die Salons“, sagte die Grünen-Politikerin der „Welt“.

„Wir dürfen nicht zur Normalität übergehen, nur weil sich die Organisatoren von Pegida streiten.“ Sie sei erschrocken und in Sorge, dass der demokratische Konsens auseinander breche.

Die frühere Grünen-Chefin rief die etablierten politischen Kräfte dazu auf, die Gründung einer islamischen Partei zu verhindern. Dies wäre „ein Totalversagen der politischen Parteien“, sagte sie. „Dann wären wir es, die nicht integrationsfähig sind. Die Parteien müssen sich öffnen. Es kann nicht sein, dass eine Religion die Identität einer Partei bestimmt.“

Eine der fahrlässigsten Aussagen in jüngerer Zeit habe der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) getroffen, als er behauptet habe, der Islam gehöre nicht nach Sachsen. „Damit hat er Menschen ausgegrenzt und den Falschen Recht gegeben.“

Die deutsche Gesellschaft sei eben nicht nur vom Christentum und vom Judentum geprägt, sondern auch vom Islam. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Pegida oder AfD bestimmen, wer zu unserer Gesellschaft gehört und wer nicht“, sagte Roth.

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