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Rot-Grün in der Wählergunst deutlich vorn

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26.02.2012

Wahltrend Rot-Grün in der Wählergunst deutlich vorn

CDU schließt zur SPD auf – Piraten wären im Landtag.

Düsseldorf – Die rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen könnte bei Wahlen derzeit auf eine absolute Mehrheit hoffen. Dies ist das Ergebnis einer am Sonntag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins „Westpol“.

Demnach würden 52 Prozent der Befragten derzeit für Rot-Grün stimmen. 35 Prozent der Stimmen entfielen dabei nach wie vor auf die SPD, die Grünen kämen auf 17 Prozent. Das entspräche einem Plus von einem Punkt im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage im Herbst.

Die CDU liegt in der Wählergunst derzeit gleichauf mit der SPD, denn sie konnte gegenüber der vergangenen Umfrage vier Prozentpunkte zulegen. Auch die Piraten würden nach der neuen Umfrage mit fünf Prozent der Stimmen den Sprung in den Landtag schaffen. Allerdings verloren sie zuletzt an Zustimmung. Im Herbst hätten sie bei einer Wahl noch sieben Prozent erreicht.

Nicht mehr im Parlament dabei wären laut Umfrage sowohl FDP als auch die Linke. Beide Parteien verloren im Vergleich zur Herbst-Umfrage einen Punkt. Die FDP käme damit nur noch auf zwei Prozent, die Linke auf drei Prozent der Stimmen.

Könnten die Befragten den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 51 Prozent für Amtsinhaberin Hannelore Kraft (SPD) entscheiden. Für den Landesvorsitzenden der CDU, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, sprachen sich nur 29 Prozent aus.

Großen Zuspruch erhält der aussichtsreichste und bisher einzige Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck. Zwei Drittel der Befragten erwarten, dass er ein guter Präsident wird. Nur zwölf Prozent glauben das nicht.

Auch die Meinung der Bürger zur künftigen Finanzpolitik wollte Infratest dimap wissen. 79 Prozent der Befragten sprachen sich dabei für die Einführung einer Schuldenbremse in der Landesverfassung aus. 68 Prozent wollen, dass sich das Land im Bundesrat für die Erhöhung von Steuern auf Vermögen und Spitzeneinkommen einsetzt.

Für öffentliche Leistungen wie Universitäten oder Kindergärten wollen nur 28 Prozent der Befragten zahlen beziehungsweise mehr bezahlen. Die Frage, ob in der Landesverwaltung Personal abgebaut werden solle, notfalls auch bei der Polizei oder an Schulen, bejahten lediglich zwölf Prozent der Befragten.

Für den NRW-Trend wurden 1.004 Wahlberechtigte befragt. Die ausführlichen Ergebnisse sollten am Sonntag um 19.30 Uhr im WDR-Fernsehen zu sehen sein.

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