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Romney will die Vorentscheidung herbeiführen

© AP, dapd

31.01.2012

USA Romney will die Vorentscheidung herbeiführen

Klarer Vorsprung vor Gingrich – Sieger der Vorwahl erhält 50 Delegiertenstimmen.

Tampa – Nach einem harten Wahlkampf ist Mitt Romney am Dienstag als klarer Favorit in die Vorwahl der US-Repulikaner in Florida gegangen. Umfragen zufolge konnte der frühere Gouverneur von Massachusetts auf einen zweistelligen Vorsprung vor Newt Gingrich zählen, dem ehemaligen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses. Der Sieger erhält die Stimmen aller 50 Delegierten aus Florida beim Nominierungsparteitag im August, es sind die meisten aller bisher entschiedenen Vorwahlen.

“Mit einer solchen Beteiligung bekomme ich das Gefühl, dass wir morgen gewinnen”, sagte ein siegessicherer Romney am Montag auf einer Wahlkampfveranstaltung. Am Dienstag verzichteten beide Kandidaten auf größere Veranstaltungen, Romney wollte erst am Abend wieder auftreten. Der Exgouverneur führt das Feld der Bewerber an. Allerdings erlitt er Ende Januar in South Carolina eine überraschend deutliche Niederlage gegen Gingrich. Seitdem tritt er in seinen Reden und in Debatten aggressiver auf.

Romney und seine Verbündeten investierten in Florida allein 14 Millionen Dollar (10,7 Millionen Euro) in Fernsehwerbung, hauptsächlich um Gingrich anzugreifen. Der kam mit seinen Unterstützern nur auf rund drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro). Die beiden anderen republikanischen Bewerber, der frühere Senator Rick Santorum und der Abgeordnete Ron Paul, verzichteten auf einen Wahlkampf in Florida und konzentrierten sich schon auf die nächsten Vorwahlen.

Ein Sieg Romneys in Florida würde Gingrichs Kandidatur wahrscheinlich noch nicht sofort beenden. Er würde jedoch erneut als Favorit in eine Serie weniger bedeutender Entscheidungen im kommenden Monat gehen.

Nach der Wahl in Florida müssen sich die Kandidaten in rascher Folge im Februar sieben weiteren Vorwahlen stellen. Den Anfang macht am Samstag Nevada. Danach folgen die Abstimmung in Colorado, Minnesota und Maine sowie die nicht bindende Vorwahl in Missouri. In Arizona und Michigan wird am 28. Februar gewählt.

Die Republikanische Partei rechnete mit reger Beteiligung bei der Vorwahl in Florida. Erwartet wurden mehr als zwei Millionen Stimmen, nachdem bei der Vorwahl 2008 mit 1,9 Millionen ein Rekord erzielt worden war.

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