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25.11.2015

Roma-Vorsitzender in NRW Roma sind Verlierer der EU

Minderheiten wie die Roma fürchteten in Serbien oder dem Kosovo um Leib und Leben.

Berlin – Der Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, Roman Franz, sieht in den Roma die Verlierer der Europäischen Union. Begriffe wie Armuts- oder Wirtschaftsflüchtlinge seien nicht zutreffend, sagte Franz in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). „Wir sprechen von Menschen, die in Pappkartons oder Bretterverschlägen leben müssen.“

In vermeintlich sicheren Herkunftsländern wie Serbien, Albanien oder dem Kosovo drohten Roma fürchterliche Misshandlungen bei „kriegsähnlichen Verhältnissen“: Männer würden geschlagen, Frauen vergewaltigt, „während die Kinder auf Müllkippen arbeiten, abgeschnitten von jeder ärztlichen Versorgung“.

Franz kritisierte Abschiebungen in die sogenannten sicheren Herkunftsländer scharf. Minderheiten wie die Roma fürchteten in Serbien oder dem Kosovo „um Leib und Leben“. Von menschenwürdigen Zuständen seien viele Westbalkanländer weit entfernt. Weil Nordrhein-Westfalen weiterhin Menschen abschiebe, müssten viele in den Westbalkanländern im Winter auf der Straße schlafen.

Mit Kürzungen finanzieller Mittel werde der „freiwillige Abgang erpresst“, sagte Franz, der auch Mitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma ist. Er forderte, die sogenannten Rückführungen wenigstens über die kalte Jahreszeit auszusetzen.

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