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19.10.2009

Rio de Janeiro Mehr Polizisten nach schweren Ausschreitungen

Rio de Janeiro – Nach den schweren Schießereien mit Drogenbanden am Wochenende hat die Polizei von Rio de Janeiro ihre Patrouillen verstärkt. Nach Angaben der Behörden waren 3500 zusätzliche Beamte im Einsatz. Am Wochenende hatten sich rivalisierende Drogenbanden in dem Armenviertel „Morro dos Macacos“ stundenlange Gefechte geliefert und auch die mehr als hundert Polizeikräfte angegriffen. Bei den Gefechten starben 14 Menschen. Der Pilot eines Polizeihubschraubers war von einer Kugel getroffen worden. Er konnte den Hubschrauber zwar noch landen, im Anschluss explodierte dieser jedoch. Zwei Polizisten an Bord des Hubschraubers kamen ums Leben, der Pilot und drei weitere Polizeibeamte wurden schwer verletzt. Ob es sich um einen gezielten Schuss oder einen Querschläger handelt, ist derzeit noch unklar. Mitglieder der Drogenbanden hatten weiterhin neun Busse in Brand gesetzt, die Unruhen weiteten sich teilweise auf umliegende Stadtteile aus. Dem Sicherheitsbeauftragten der Stadt, José Beltrame, zufolge zeige der Angriff die Verzweiflung der Drogenbanden über die fortschreitende Zurückdrängung der Clans. Rio de Janeiro gilt als eine der gewalttätigsten Städte der Welt, fast täglich kommt es zu Schießereien zwischen Polizei und den schwer bewaffneten Banden. Eine offizielle Statistik spricht von etwa 6000 Morden im vergangenen Jahr. Die Stadt hatte vor ungefähr zwei Wochen den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2016 erhalten und danach erklärt, weitaus stärker als bisher gegen die herrschende Kriminalität vorzugehen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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