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Musikvideo sorgt für Empörung

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26.10.2011

Rihanna Musikvideo sorgt für Empörung

Rihanna selbst hat sich bisher nicht zu der Kritik geäußert.

Rihanna ist aufgrund ihre Musikvideos zu ‚We Found Love‘ ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. In dem Clip zu ihrer Hit-Single sieht man die 23-jährige Popsängerin in einen Sog aus Drogen, Alkohol, Sex, Streit und emotionaler Abhängigkeit – was nun die Empörung einer Hilfsorganisation für Opfer sexueller Gewalttaten erregt hat.

Vor allem die Szene, in der Rihannas männlicher Gegenpart ihr die Worte ‚Mine‘ – zu deutsch ‚Mein‘ – auf den Hintern tätowiert, sei im Zusammenhang mit dem Rest des Videos unverantwortlich.

Eileen Kelly vom Rape Crisis Centre beschwert sich im Interview mit dem ‚Daily Star‘: „Rihannas neues Video ist eine Schande. Es übermittelt die Botschaft, dass sie ein Objekt ist, das von Männern besessen wird – was wir verstörenderweise auch bei echten Gewaltfällen zu sehen bekommen.“

Rihanna selbst hat sich bisher nicht zu der Kritik geäußert, doch die Regisseurin des Videos, Melina Matsoukas, erklärt, dass sie damit nicht die Verherrlichung von Missbrauch in einer Beziehung beabsichtig habe. „Wir lieben es offensichtlich, provokative Bilder zu benutzen. Ich denke aber, dass es letztendlich nicht um häusliche Gewalt geht“, erklärt sie gegenüber MTV und versichert, dass es vor allem um den „Triumph über Schwäche“ gehe. „Letztendlich lässt sie das hinter sich und kehrt diesem Leben den Rücken“, so Matsoukas weiter.

Rihanna selbst wurde in der Vergangenheit Opfer des Missbrauchs. Anfang 2009 wurde sie im Vorfeld der Grammy Award-Verleihung von ihrem damaligen Freund Chris Brown verprügelt, woraufhin dieser zu fünf Jahren Bewährung und 1400 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurde.

Vor kurzem erklärte die R’n’B-Künstlerin, Brown vergeben zu haben und ihm seinen musikalischen Erfolg zu gönnen. „Ich freue mich, dass er diesen Durchbruch in seiner Karriere geschafft hat“, verriet sie im Gespräch mit dem ‚Esquire‘-Magazin und beteuerte außerdem: „Ich würde ihm niemals etwas Schlechtes wünschen. Niemals – und das habe ich auch nie.“

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