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Rettungsarbeiten an der „Costa Concordia unterbrochen

© AP, dapd

18.01.2012

Unfälle Rettungsarbeiten an der „Costa Concordia“ unterbrochen

Verbleib von 13 Deutschen noch ungeklärt.

Rom – Fünf Tage nach der Havarie der “Costa Concordia” sind die Rettungsarbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff am Mittwoch zunächst eingestellt worden. Bei dem auf einem Felsen liegenden Wrack, das ins tiefe Gewässer abzustürzen droht, zeichneten die Messgeräte nach Angaben der Küstenwache eine Bewegung auf. Als Vorsichtsmaßnahme für die Taucher, die nach den noch vermissten 22 Personen suchten, wurden die Arbeiten gestoppt. Auch Deutsche werde noch vermisst.

Jetzt müsse erst geklärt werden, ob sich das Schiff tatsächlich bewegt habe und falls ja, wie stark die Bewegung gewesen sei, erklärte Kommandeur Filippo Marini. In der Nacht durchsuchten Taucher den über Wasser liegenden Teil des Schiffs. Weitere Vermisste wurden aber nicht entdeckt. Bislang wurden elf Menschen tot geborgen.

Ob unter den zuletzt gefundenen fünf Toten am Dienstag auch Deutsche waren, war nicht bekannt. Vor der Bergung der fünf Leichen waren nach offiziellen italienischen Angaben insgesamt noch vier Besatzungsmitglieder und 24 Passagiere vermisst worden, darunter 13 Deutsche. Betroffen waren neun Frauen und vier Männer. Daneben standen noch die Namen von sechs Italienern, vier Franzosen, zwei Amerikanern, einem Ungarn, einem Inder und einer Peruanerin auf der Liste der italienischen Behörden.

Die “Costa Concordia” mit mehr als 4.200 Menschen an Bord war am Freitagabend vor der Küste der Insel Giglio in der Toskana auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert.

Der Kapitän, dem schwere Versäumnisse zur Last gelegt werden, wurde nach Angaben seines Anwalts aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Francesco Schettino war unbefugt vom Kurs des Kreuzfahrtschiffes abgewichen und zu nah an die Küste der Insel Giglio gefahren. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Schettino des Totschlags und wirft ihm vor, eine Havarie verursacht zu haben sowie sein Schiff verlassen zu haben, bevor alle Passagiere in Sicherheit gebracht wurden. Allein für den letztgenannten Vorwurf drohen Schettino bis zu zwölf Jahre Haft.

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