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Andrea Nahles

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21.02.2014

Rentenpaket von Nahles Rentner zahlen 55 Milliarden Euro der Gesamtkosten

Die Rentner tragen damit ein Drittel der Gesamtkosten.

Berlin – Nicht nur die Beitragszahler, auch die Rentner selbst werden für das Rentenpaket von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) kräftig zur Kasse gebeten: Nach Berechnungen der Arbeitgeber werden die Rentensteigerungen als Folge des Rentenpakets bis 2030 insgesamt um rund 55 Milliarden Euro geringer ausfallen als nach geltendem Recht. Die Rentner tragen damit ein Drittel der Gesamtkosten von mehr als 160 Milliarden Euro der geplanten Leistungsverbesserungen für Mütter, langjährig Versicherte und Erwerbsgeminderte.

„Von den heutigen Rentnern werden mehr über die geringeren Rentenanpassungen finanziell belastet als durch die zusätzlichen Mütterrenten besser gestellt“, heißt es in dem Papier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das der „Welt“ vorliegt.

Mit den geplanten Leistungsausweitungen sinkt das Rentenniveau noch stärker als ohnehin geplant: Im Jahr 2020 werden nur noch 46,9 Prozent erreicht, bis 2030 sackt das Sicherungsniveau auf 43,7 Prozent vor Steuern ab. Grund dafür ist die komplexe Rentenanpassungsformel: Je höher die Belastung für die Aktiven ist und je höher das Volumen der Rentenzahlungen, desto geringer fallen die Rentenerhöhungen aus.

Als „kapitalen Fehler“ kritisieren die Arbeitgeber die geplante Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren. „Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten Jahr für Jahr Milliardenbeträge aufbringen, um die subventionierte Frühverrentung zu bezahlen.“ Formell werde zwar an der Rente mit 67 festgehalten, doch tatsächlich werde der Einspareffekt der verlängerten Lebensarbeitszeit durch die Ausnahmeregelungen für die langjährig Versicherten fast vollständig aufgezehrt.

Überdies wäre die neue Rente ungerecht, denn vor allem Bezieher besonders hoher Renten würden profitieren – bekommen die langjährig Versicherten doch im Schnitt fast doppelt so hohe Renten wie alle übrigen Versicherten. Die Arbeitgeber kritisieren das als Umverteilung von „unten nach oben“.

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