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Renate Künast: „Mit neuem Selbstbewusstsein in Wahlkampf

© Deutscher Bundestag / Renate Blanke

04.09.2011

Renate Künast Renate Künast: „Mit neuem Selbstbewusstsein“ in Wahlkampf

Leipzig – Die Grünen-Politikerin und Spitzenkandidatin zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses Renate Künast will angesichts des Wahlerfolges ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern „mit neuem Selbstbewusstsein“ in den Berlin-Wahlkampf gehen. Die Grünen könnten „mit neuem Selbstbewusstsein“ und mit „ehrgeizigen Wahlzielen“ in die nächsten Wahlkämpfe, in erster Linie auch in zwei Wochen in die Wahlentscheidung um Berlin, gehen.

In einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ sagte Künast außerdem, dass ihre Partei gewinnen werde, schließlich hätten dies „sämtliche Landtagswahlen der letzten Zeit gezeigt“. Für die Politikerin seien die Ergebnisse „schlicht und einfach Rückenwind, Rückenwind, Rückenwind“. Nachdem ihre Partei nun in allen 16 Landesparlamenten vertreten ist, „gehen wir also mit einem neuen Selbstbewusstsein los und sagen: Zu den alten Volksparteien sind wir eine Alternative, weil wir die Dinge vernetzt denken. Jobs und Bildung und Forschung gehören zum Beispiel zusammen.“ Daraus ergebe sich ein neues Selbstbewusstsein für die Grünen. „Deshalb auch ehrgeizige Wahlziele“, so Künast.

Angesichts schlechter werdender Umfragewerte für die Grünen in Berlin meinte die Politikern, dass Wahlen immer erst dann entschieden seien, „wenn die Wahllokale geschlossen sind“. Es gehe ihr um Berlin und die Zukunft der Stadt. Man traue den Grünen viel zu, das zeige auch das Ergebnis von Mecklenburg-Vorpommern.

„Zu Recht“ habe Schwarz-Gelb in dem nordöstlichen Bundesland eine schwere Niederlage erlitten. „Schwarz-Gelb zeigt im Bund: Die haben keinen Kompass, um Politik zu machen. Die gehen ihrer Führungsaufgabe nicht nach, weder in der Sozial- noch in der Steuer- oder der Euro-Politik“, erklärte die Politikerin gegenüber der Zeitung.

Sorge mache ihr vor diesem Hintergrund erst Recht das Abschneiden der NPD. „Politik muss sich der Sorgen der Menschen wirklich annehmen, um sie so von der NPD fernzuhalten“, forderte Künast.

Die Grünen haben in Mecklenburg-Vorpommern erstm als den Sprung in den Schweriner Landtag geschafft, aktuellen Hochrechnungen zufolge liegen sie bei 8,4 Prozent.

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