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Papst ermöglicht vorgezogenes Konklave

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25.02.2013

"Motu Proprio" Papst ermöglicht vorgezogenes Konklave

Termin steht aber noch nicht fest.

Rom – Das Konklave zur Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. kann früher beginnen. Der scheidende deutsche Pontifex erließ nur wenige Tage vor seinem Rücktritt am 28. Februar ein Apostolisches Schreiben, das die Regeln der Papstwahl ändert und präzisiert. Mit dem „Motu Proprio“ werde es dem Kardinalskollegium ermöglicht, den Beginn des Konklave vorzuziehen, erläuterte der Vize-Camerlengo des Papstes, Monsignore Luigi Celata, am Montag die Konsequenzen des päpstlichen Schreibens. Bedingung sei allerdings, dass alle Kardinäle in Rom anwesend seien.

Der Papst will am kommenden Donnerstag nach einem knapp achtjährigen Pontifikat zurücktreten. Er ist der erste Pontifex seit 700 Jahren, der einen derartigen Schritt unternimmt. Normalerweise wird eine Frist von 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz („leerer Stuhl Petri“) eingehalten, um den wahlberechtigten Kardinälen genügend Zeit zu geben, um aus aller Welt anzureisen. Der „Motu Proprio“ überlässt es nun den Kardinälen, den Termin eventuell vorzuverlegen. In Rom wird seit Tagen spekuliert, das Konklave könnte aufgrund der besonderen Umstände des Pontifikatsendes schon früher, noch vor dem 15. März beginnen.

Ein genaues Datum für das Konklave gebe es allerdings noch nicht, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass das sich das Kardinalskollegium in den ersten März-Tagen entscheide. Die Kardinäle treten nach dem Rücktritt Benedikts am 1. März zusammen, um die Wahl des Nachfolgers vorzubereiten.

Der Termin brennt dem Vatikan unter den Nägeln. Bis Ostern werde man einen neuen Papst haben, hatte Lombardi schon kurz nach Benedikts überraschender Rücktrittsankündigung am 11. Februar erklärt. Tatsächlich scheint eines der wichtigsten Feste der katholischen Kirche ohne Kirchenoberhaupt undenkbar. Nach dem Palmsonntag am 24. März beginnt die Karwoche. Am 19. März sollte der Nachfolger feststehen, hatten Vatikanexperten schon spekuliert. Andererseits spricht viel dafür, dass das Konklave lange dauern könnte. Da sind die immer wieder diskutierten Grabenkämpfe innerhalb der Kurie, die schwierige Lage der Weltkirche und auch die erst unter Benedikt festgelegte Regelung einer bis zuletzt notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit für den neuen Pontifex.

Der 85-Jährige Benedikt wird am Mittwoch zum letzten Mal öffentlich auftreten bei seiner letzten Generalaudienz. Am Donnerstag will er dann mit dem Hubschrauber in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo fliegen, um dort in aller Stille um 20.00 Uhr sein Amt niederzulegen.

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