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Leutheusser-Schnarrenberger lobt Freigabe

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22.02.2013

"Pille danach" Leutheusser-Schnarrenberger lobt Freigabe

Kritik aber an der stockenden Aufarbeitung der Missbrauchsfälle.

Osnabrück – Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist mit den Ergebnissen der Deutschen Bischofskonferenz nicht völlig zufrieden. So nehme die Kirche mit der Freigabe der „Pille danach“ das auf, was auch viele Gläubige für richtig hielten, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Dass es jedoch noch immer keinen neuen Verantwortlichen für die Missbrauchs-Studie gibt, ist bedauerlich“, sagte sie. Jetzt müssten den Ankündigungen aber auch Taten folgen und die Archive für unabhängige Experten geöffnet werden.

Die Bischöfe hatten sich am Donnerstag auf eine gemeinsame Linie bei der „Pille danach“ geeinigt. Die Verabreichung sei nach einer Vergewaltigung zulässig, sofern sie nur eine verhütende, aber keine abtreibende Wirkung habe, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

Mit Blick auf die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle hatte Zollitsch betont, die Bischöfe wollten weiter der Wahrheit ans Licht verhelfen, auch wenn diese noch so schmerzlich sei. Deshalb halte man nach der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen an der geplanten Studie zu diesem Thema fest. Diese solle vor allem dazu dienen, Erkenntnisse über Zahl und Vorgehen der Täter zu gewinnen und „über das Verhalten der Kirchenverantwortlichen in den zurückliegenden Jahrzehnten eine vertiefte Einsicht“ zu erhalten.

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