Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

AKW Isar-I

© über dts Nachrichtenagentur

12.03.2015

Rekordverlust bei Eon Grüne wollen Atomfonds

„Die neuen Zahlen sind ein Alarmsignal.“

Berlin – Die schwachen Geschäfte der deutschen Energiekonzerne wecken in der Politik massive Zweifel, ob die Atombranche künftig noch für ihre nukleare Hinterlassenschaft aufkommen kann: Angesichts des Rekordverlusts beim größten deutschen Energiekonzern Eon fordern die Grünen ein Umdenken in der Atompolitik und die Schaffung eines Atomfonds.

„Die neuen Zahlen sind ein Alarmsignal“, sagte Sylvia Kotting-Uhl, atompolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Je düsterer die Aussichten der Konzerne, desto höher das Risiko, dass sie zweistellige Milliardenkosten ihrer Atomaltlasten auf uns Steuerzahler abwälzen.“

Die Grünen fordern die Ausgliederung der Milliardensummen in einen ein öffentlich-rechtliche Fonds. „Der muss dringend her, die Regierung muss endlich aufwachen“, sagte Kotting-Uhl.

Eon hatte am Mittwoch den mit mehr als drei Milliarden Euro größten Verlust in der Firmengeschichte bekannt gegeben. Bereits am Dienstag hatte RWE einen Gewinneinbruch vermeldet.

Die vier Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben insgesamt etwa 35 Milliarden Euro für die Bewältigung ihres nuklearen Erbes zurückgestellt. Dazu zählen etwa der komplizierte Rückbau der Atomkraftwerke und der Bau eines Endlagers.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/rekordverlust-bei-eon-gruene-wollen-atomfonds-80157.html

Weitere Nachrichten

SPD-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Sonderparteitag beschließt Wahlprogramm einstimmig

Der außerordentliche SPD-Bundesparteitag hat das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 ohne Gegenstimmen beschlossen - bei einer Enthaltung. "Mit dem ...

Solidaritätszuschlag

© über dts Nachrichtenagentur

Schäuble Soli-Abschaffung vor 2030 möglich

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, den Solidaritätszuschlag früher als bis zum Jahr 2030 abzuschaffen. "Natürlich ...

Wolfgang Schäuble

© über dts Nachrichtenagentur

CDU Schäuble kritisiert SPD-Steuerpläne

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat der SPD beim Thema Steuern Wählertäuschung vorgeworfen. Das Steuerkonzept der SPD sei "eine ziemlich große ...

Weitere Schlagzeilen